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Dow Jones Transportation Index: Ist er das Zünglein an der Waage?

Die meisten Anleger wissen gar nicht, dass das US-Index-Flaggschiff Dow Jones, richtiger „Dow Jones Industrial Average“, zwei „Brüder“ hat: Den Dow Jones Utilities Index, der Versorgeraktien enthält, und den Dow Jones Transportation Index, der 20 Aktien aus dem Transportsektor umfasst: Fluglinien, Paketdienstleister, Eisenbahngesellschaften. Und dieser Index spielt eine interessante Rolle, denn oft ist er eine Art unsichtbarer Wegweiser für den Dow Jones … und in der Folge aufgrund dessen Rolle als Flaggschiff für den gesamten Aktienmarkt. Warum? Weil diese Transportaktien außerordentlich sensibel auf konjunkturelle Veränderungen reagieren. Wenn der Transport-Index anzieht, gehen viele Anleger davon aus, dass das eine anziehende Konjunktur indiziert und kaufen auch am Gesamtmarkt. Umgekehrt gilt es als Warnsignal, wenn der Transport-Index abrutscht, obgleich der Gesamtmarkt noch nicht reagiert. Hinzu kommt die „Dow-Theorie“. Diese schon recht alte Theorie umfasst mehrere Regeln, anhand derer Anleger Indikationen für Trendwenden finden sollen. Eine davon ist, dass eine Trendwende erst vorliegt, wenn der klassische Dow Jones und der Transport-Index beide neue Tiefs markieren. Viele US-Investoren haben das im Hinterkopf. Und das bedeutet: Es bleibt immer eine Chance bei neuen Tiefs eines der beiden Indizes, das Ruder noch herumzureißen, wenn man Tiefs beim anderen verhindert. Umgekehrt heißt das aber auch:

Expertenmeinung: Wenn einer der beiden Indizes ein neues Tief markiert, steigt die Nervosität am Markt. Dann müssen die Bullen „funktionieren“ … und die Bären sich zurückhalten, denn für sie ist ein neues Tief in einem der beiden Indizes natürlich das Signal, anzugreifen und den Sack mit einem neuen Tief im anderen Index zuzumachen. Und ebenso, wie der Dow Jones weiterhin nicht imstande ist, sich nach oben abzusetzen, ist auch der Transport-Index weiterhin höchst gefährdet, entscheidende Unterstützungen zu brechen. Eine ganze Phalanx an entscheidenden Supportmarken ballt sich zwischen 970 und 1.010 Punkten auf engem Raum: Das Oktober-Hoch, die August-Aufwärtstrendlinie, die 200-Tage-Linie, die Aufwärtstrendlinie, die seit der US-Wahl Bestand hat, das Februar-Tief als bisheriges Jahrestief, die psychologisch relevante 1.000 Punkte-Marke – all diese Unterstützungen liegen innerhalb dieser etwa vier Prozent schmalen Zone, von der sich der Dow Jones Transportation weiterhin nicht nachhaltig lösen kann. Und mit den hier nur 20 Aktien, die zudem recht volatil sind, hätten die Bären leichteres Spiel als beim Dow Jones Industrial Average. Achten Sie auf diesen Index – wenn er „vorfällt“, kann der Dow Jones und der gesamte US-Aktienmarkt hinterher rutschen!

DTX_2018_04_13

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