Börsenblick

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Deutsche Beteiligung – Was ist hier eigentlich los?

Die Deutsche Beteiligungs AG ist eine börsennotierte Private-Equity-Gesellschaft und initiiert geschlossene Private-Equity-Fonds. Die DBAG ermöglicht es institutionellen Anlegern, in das Eigenkapital oder eigenkapitalähnliche Instrumente von nicht börsennotierten Unternehmen zu investieren. Der Fokus liegt hierbei im Bereich Mittelstand, der nach Ansicht des Unternehmens das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bildet.
Die DBAG übernimmt hierbei sowohl die Beratung als auch Verwaltung der Fonds und hält selbst mehr als 20 Beteiligungen.
Die Assets unter Management liegen bei über 1,8 Mrd. Euro und verteilen sich auf mehr als 300 Beteiligungen.

Langfristig sieht es gut aus

Die fundamentale Entwicklung ist aufgrund des Geschäftsmodells zwar unstetig, übergeordnet jedoch positiv. In den zurückliegenden Jahren konnten sowohl Umsatz als auch Gewinn und Buchwert deutlich gesteigert werden.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr erreichte die Eigenkapitalrendite ein neues Rekordhoch. Der Gewinn kletterte von 3,60 auf 6,01 je Aktie und die Dividende wurde von 0,50 auf 1,20 Euro erhöht. Die Dividendenrendite liegt somit bei 3,1%.

Gewinnwarnung

In diesem Jahr scheint es jedoch nicht ganz so rund zu laufen. Am Montagabend veröffentlichte das Unternehmen eine Gewinnwarnung wie folgt:

Die Deutsche Beteiligungs AG wird für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 (1. Oktober bis 30. September) voraussichtlich ein Bewertungs- und Abgangsergebnis aus ihrem Portfolio ausweisen. Weil dieser Umstand das Konzernergebnis maßgeblich bestimmt, wird das Ergebnis im zweiten Quartal das Vorjahr erheblich unterschreiten.

Bereits seit Wochen ist die Aktie im Rückwärtsgang und die Gewinnwarnung kam eigentlich auch nicht überraschend. Daher reagierte die Aktie nur kurzzeitig negativ und scheint sich wieder gefangen zu haben.

Ein weiterer Grund für die Erholung ergibt sich aus der genaueren Durchsicht der Daten.
Die schwachen Zahlen sind durch einige Neubewertungen und Anpassungen im Portfolio verzerrt und weniger negativ als zunächst befürchtet. Darüber hinaus war das Vorjahresquartal durch erfolgreiche Portfolioverkäufe außerordentlich gut und ist daher als Vergleich nur bedingt dienlich.

Die Gesamtlage scheint weit weniger brisant, als man auf den ersten Blick sieht und die Korrektur könnte bereits weitgehend hinter uns liegen.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie ist trotz des scharfen Rücksetzers übergeordnet bullisch. Der Aufwärtstrend wurde gestern punktgenau angesteuert und ist daher weiter intakt. Mit dem Anstieg über 37,50 Euro ist es zu einem ersten positiven Signal gekommen. Grundsätzlich wäre jetzt der Weg bis 40,00 Euro frei. Darüber hellt sich das Chartbild weiter auf und eröffnet Möglichkeiten in Richtung 42,50 Euro.
Ob die aktuelle Erholung nachhaltig ist, muss sich jedoch erst noch herausstellen. Der Wert sollte unter keinen Umständen unter 36,15 Euro rutschen, in diesem Fall sieht es für die Bullen schlecht aus.

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