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TecDAX: Brisanter, als es auf den ersten Blick aussieht

Betrachtet man sich alleine den Tageschart des TecDAX, kommt man zum Schluss, dass der sich seit Oktober in einer Seitwärtsbewegung befindet. Das klingt harmlos. Dass mehrere Versuche, sich aus dieser Spanne nach oben abzusetzen, misslungen sind, ist sicherlich nicht optimal, aber kein Grund für die Bullen, es nicht erneut zu versuchen und dann erfolgreich zu sein. Immerhin hat die Zone zwischen 2.400 und 2.450 Punkten mehrfach gehalten. Und gerade zuletzt wurde die nur für einen Tag leicht unterbotene 200-Tage-Linie dabei verteidigt. Und der Stochastik-Oszillator auf Tagesbasis generiert gerade aus der überverkauften Zone heraus ein Kaufsignal. Kein Grund also, sich allzu viel Gedanken über einen größeren Abwärtsimpuls zu machen. Oder doch?

Blickt man über den kurzfristigen Tellerrand hinaus und sieht sich den Index auf Wochenbasis an, sieht das schon ganz anders aus. Da wird deutlich, dass die Gegenbewegung der vergangenen Tage äußerst dringlich war. Man sieht, dass sich ein Doppeltopp herausgebildet hatte, welches vollendet worden wäre, wenn der TecDAX in der vergangenen Woche nicht wieder nach oben gelaufen wäre. Und nicht nur das: Die 200-Tage-Linie als mittelfristig wichtige Unterstützung war nicht die einzige mittelfristig relevante Linie, die für den Moment gehalten wurde, in diesem Bereich findet sich auch die bei 2.480 Punkten verlaufende, obere Begrenzung des bis in den Herbst 2014 zurück reichenden Aufwärtstrendkanals. Was bedeutet:

Das bullische Lager kann jetzt noch keineswegs erleichtert aufatmen, sondern muss am Ball bleiben, um hier einen tauglichen Sicherheitsabstand aufzubauen. Sollte der TecDAX das Vorwochentief von 2.406 Punkten unterschreiten, wäre das ein markantes Short-Signal. Und auch, wenn sich auf kurzfristiger Ebene schon im Bereich 2.310/2.330 Punkte die nächsten potenziellen Auffanglinien fänden: Grundsätzlich wäre es dann auch denkbar, dass der TecDAX die untere Begrenzung dieses Trendkanals, die derzeit bei nur 1.920 Punkten verläuft, testet. Was müsste dazu passieren?

Die wichtigsten Vorlagen für den TecDAX kommen vom US-Technologie-Index Nasdaq 100. Wenn der unter 6.164 Punkte fiele und damit neue Jahrestiefs markieren würde, ist es wahrscheinlich, dass der TecDAX mitzieht. Auch ein weiter anziehender Euro zum US-Dollar würde problematisch wirken, eine Eskalation der US-Handelspolitik ebenso, denn das würde die Perspektiven der TecDAX-Unternehmen im Ausland behindern. Und natürlich könnten auch die Ende des Monats nach und nach eintrudelnden Quartalsergebnisse für Druck sorgen, wenn sie hinter den Erwartungen zurückbleiben sollten.

Chart vom 09.04.2018, Kurs 2.528,91 Punkte, Kürzel TDX

Und wo wären das rettende Ufer für die Bullen und ein Long-Trade mit einem guten Chance/Risiko-Verhältnis ausgestattet? Das ist in einem Seitwärtstrend nicht ganz so einfach. Ein Schlusskurs über der bei aktuell 2.688 Punkten verlaufenden 20-Tage-Linie wäre zwar ein gutes Zeichen. Aber um für einen Long-Trade wirklich charttechnischen Rückenwind zu haben, müsste der TecDAX aus dieser bis 2.733 Punkte hinauf reichenden Handelsspane nach oben ausbrechen. Für die Bären wäre die Beute derzeit also leichter zu greifen – und es ist fraglich, ob sie sich diese Chance wirklich entgehen lassen werden.

Chart vom 09.04.2018, Kurs 2.528,91 Punkte, Kürzel TDX

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