Börsenblick

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Cancom: Ein Fels in der Brandung?

Der IT-Infrastruktur-Spezialist Cancom gehört zwar auch zu den Unternehmen, die im Zuge der sogenannten „Dot.com-blase“ der Jahre 1999/2000 an die Börse gingen. Aber im Gegensatz zu manch anderem damaligen Newcomer ist Cancom nicht nur noch börsennotiert, sondern hat seine damaligen Hochs längst meilenweit unter sich gelassen. Über 13 Jahre hatte das Verlaufshoch von Anfang 2000 bei gut 28 Euro bestand. Doch heute notiert die Aktie weit darüber – und auf neuen Rekordhochs, auf dem Weg zur runden Marke von 100 Euro. Seit Monaten bewegt sich die Aktie in einem sukzessiv sogar steiler werdenden Aufwärtstrend und koppelt sich damit von dem volatilen TecDAX als „Heimatindex“ ab. Basis des jüngsten Abschnitts dieser Hausse war die am 28. März im Zuge der Jahresbilanz 2017 präsentierte Perspektive für das laufende Jahr. Den soliden Umsatz- und Gewinnsteigerungen des abgelaufenen Jahres sollen auch in 2018 deutliche Steigerungen bei Umsatz und Gewinn folgen. Doch ein solch markanter Kursanstieg, der sich derart auffällig vom Gesamtmarkt abkoppelt – kann das auf Dauer gutgehen?

Expertenmeinung: Wenn bei den kommenden Quartalsbilanzen nichts dagegen spricht, dass die derzeitige, durchschnittliche Gewinnschätzung von 3,16 Euro pro Aktie im Jahr 2018 eintrifft, wäre Cancom mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis um die 30 angesichts des derzeitigen Wachstums noch nicht zu teuer. Allerdings muss man sehen: Wenn die Aktie dann noch weiter steigen würde – und das hofft man ja, sofern man jetzt über den Kauf nachdenkt – wäre sie eben doch langsam ambitioniert bewertet. Und es wirkt, als würden viele Aktien der IT-Branche momentan als Ausweichziel für die kurzfristig ins Wanken geratenen Chipaktien bzw. Zulieferer der Chipindustrie dienen. Das muss nicht so bleiben. Hinzu kommt, dass sich der Kurs derzeit sehr weit von den beiden mittelfristig entscheidenden Leitstrahlen, der bei 68 Euro verlaufenden mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der bei knapp 67 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie, entfernt hat und mit Blick auf den Stochastik-Oszillator kurzfristig überkauft ist. Ein erfolgreicher Test dieser mittelfristigen Unterstützungen wäre aus aktueller Sicht eine sehr gute Einstiegschance. Diesem momentanen Sturmlauf im Vorfeld eines Rücksetzers hinterherzulaufen erscheint hingegen verwegen!

Chart vom 09.04.2018, Kurs 91,70 Euro, Kürzel COK

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