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Dow Jones: Das Bären-Lager lässt sich nicht beeindrucken

Die deutlich unter den Erwartungen ausgefallene Zahl neu geschaffener Arbeitsplätze im März (103.000 statt wie erwartet knapp 200.000), die am Freitag auf den Tisch kam und ein kurz zuvor veröffentlichtes, erneut gestiegenes Handelsbilanzdefizit im Februar – das waren US-Konjunkturdaten, die den Investoren deutlich machten: So, wie der US-Präsident das avisiert hatte, so, wie er sich das vorgestellt hatte, funktioniert es nicht. Und dass er daraufhin erst recht den Konfrontationskurs wählt, bereitet immenses Unbehagen, denn die Anleger wissen sehr wohl: China sitzt durchaus nicht am kürzeren Hebel. Die Reaktion:

572 Punkte Minus bei US-Index-Flaggschiff Dow Jones am Freitag. Damit wurde die vergangene Handelswoche trotz der Rallye am Mittwoch und Donnerstag zu einer Verlust-Woche. Und das auf einem charttechnischen Niveau, das deutlich macht, dass die Bullen den Index bislang nicht aus der Gefahrenzone bekommen. Und die Zeit läuft gegen sie, denn mit jedem Test der mittelfristig entscheidenden Unterstützungen wird die Zahl derer, die sich eine Chance ausrechnen, diesen Level durch aktive Käufe zu verteidigen und den Dow Jones dadurch wieder in einen tragfähigen Aufwärtsimpuls zu überführen, natürlich kleiner. Vor allem, wenn sich die Perspektiven nicht mehr so positiv präsentieren, wie man sie noch Ende Januar, als das bisherige Rekordhoch erreicht wurde, gesehen hatte.

Als Unterstützung entscheidend sind zwei Linien: Die 200-Tage-Linie bei knapp 23.500 Punkten und das Februar-Verlaufstief von 23.361 Zählern. Beide waren am Ostermontag bereits kurzzeitig unterboten worden. Es gelang, von dort aus nach oben zu laufen, vor allem am Mittwoch setzte das bullische Lager Zeichen. Aber die waren noch nicht markant genug. Die Charthürden, die es zu überwinden gälte, um sich effektiv aus der Gefahrenzone zu retten, blieben unbezwungen: Die 20-Tage-Linie, an der der Dow Jones am Donnerstag nur knapp, nicht jedoch signifikant vorbeikam und die Januar-Abwärtstrendlinie. Erst, wenn der Dow mit Schlusskursen über 24.700 Punkten hinreichend deutlich über beide Widerstände und damit zugleich über das Vorwochenhoch (erzielt am Donnerstag bei 24.622 Punkten) hinaus laufen würde, wäre der Weg nach oben wieder frei, zumindest in die Region um 25.500 Zähler. Die Chance dafür steht nach dem Abverkauf des Freitags indes noch nicht allzu gut. Und die Unterseite?

Chart vom 06.04.2018, Kurs 23.932,76 Punkte, Kürzel INDU

Je öfter die Bären an das Februar-Tief „anklopfen“, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass es bricht. Zumal den Bären großer Lohn winken würde, denn die nächste, markantere Auffanglinie in Form der aus dem Februar 2016 stammenden Aufwärtstrendlinie würde erst um 22.400 Punkte warten. Und da das Volumen an Stop Loss-Absicherungen, die knapp unter diesen bisherigen Jahrestiefs liegen, mit jedem „Rettungsversuch“ der Bullen zunimmt, kann schon die nächste Short-Attacke den Erfolg bringen und durch kaskadenartig auslösende Stop Loss-Verkäufe zu einem immensen Selloff führen. Diese Woche kann bereits die Entscheidung bringen!

Chart vom 06.04.2018, Kurs 23.932,76 Punkte, Kürzel INDU

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