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Deutsche Bank mit neuem Chef – Nutzen die Bullen ihre Chance?

Die Deutsche Bank AG ist die mit Abstand größte Privat- und Firmenkundenbank in Deutschland und einer der weltweit führenden Finanzdienstleister. Mit 100.000 Mitarbeitern ist das Institut an 2.400 Standorten in über 50 Ländern vertreten.
Das operative Geschäft umfasst die Bereiche Corporate Banking & Securities, Private & Business Clients, Global Transaction Banking, Asset Management, sowie Private Wealth Management.

Darüber hinaus ist die Deutsche Bank an zahlreichen Unternehmen direkt beteiligt. Mit einem Anteil von über 90% ist der Konzern beispielsweise auch Hauptaktionär der Postbank. Ende 2016 betrug der Wert aller Engagements 78,6 Mrd. Euro und lag somit weit über dem Börsenwert der Deutschen Bank selbst. Dem stehen allerdings noch höhere Schulden gegenüber.

Fundamental eine Katastrophe

Meine grundlegende Einschätzung zur Deutschen Bank hat sich nicht geändert, wenn man die Unternehmenszahlen betrachtet, findet man kaum positive Punkte. Der Konzern ist seit Jahren defizitär oder kann gerade so schwarze Zahlen schreiben.
Der Umsatz ist rückläufig, die Zahl der Aktien steigt hingegen seit 10 Jahren kontinuierlich. Die Aktionäre sind die leidtragenden.

Bringt der neue Chef die Wende?

Am Sonntag teilte das größte deutsche Geldhaus mit, dass der seit Mitte 2015 amtierende CEO John Cryan mit sofortiger Wirkung von Christian Sewing abgelöst wird. Sewing ist bereits seit 25 Jahren im Unternehmen, gut vernetzt und hat Rückhalt in der Belegschaft. Bisher war er Co-Vizechef und im Vorstand für das Privatkundengeschäft verantwortlich. Sewing kommt im Gegensatz zu seinem Vorgänger also nicht aus dem Investmentbanking.

Grundsätzlich ist es natürlich zu begrüßen, wenn unfähige Manager abgelöst werden, denn Cryan konnte in den Jahren als Chef quasi keinerlei Erfolge vorweisen.
Auf der anderen Seite ist es natürlich ein Armutszeugnis, wenn die Kurse positiv auf den Rauswurf eines Konzernchefs reagieren. Das Ganze sagt viel über die Lage der Bank aus.
Die Anleger greifen scheinbar nach jedem Strohhalm, denn zumindest theoretisch könnte der neue Chef eine Veränderung zum Positiven bringen.

In einem Schreiben an die Mitarbeiter hat Sewing bereits die ersten Rahmenpunkte genannt. Die Ziele sind jedoch wenig konkret und sollten sich eigentlich von selbst verstehen. Demnach sollen die gesteckten „Ertrags- und Kostenziele auch eingehalten werden“ sowie die „Ertrags-, Kosten- und Kapitalstruktur weiter verändert werden“.
Etwas greifbarer sind die Aussagen zum Investmentbanking, dieser Bereich sei die größte Baustelle. Darüber hinaus wolle man nicht rentable Geschäftsbereiche aufgeben.

Charttechnischer Ausblick

Übergeordnet ist die Aktie klar bärisch und Abwärtstrends dominieren das Chartbild. Wie erwartet hat das Papier weiter nachgegeben und das Kursziel bei 11 Euro erreicht. In meiner letzten Analyse hatte ich darauf hingewiesen, dass es für die Bullen hier um alles geht und es sonst noch einmal deutlich tiefer gehen könnte.
Die Unterstützung bei 11 Euro konnte erfreulicherweise aber verteidigt werden. Der neue Chef könnte nun den Anstoß für eine Erholung in Richtung 12,50 Euro liefern. Hier könnte es für die Bullen bereits wieder schwierig werden.
Fällt die Aktie hingegen unter 11 Euro, kommt es zu einem Verkaufssginal mit einem ersten Kursziel bei 10 Euro.

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