Börsenblick

Zurück August Weiter
Zurück 2018 Weiter

Boeing: Wann machen die Bären den Sack zu?

Noch zappeln die Bullen, wehren sich gegen mittelfristig relevante Short-Signale bei der Boeing-Aktie. Aber der Druck hat zugenommen, seit China im Zuge der Gegenmaßnahmen auf die durch die USA avisierten Strafzölle auch Flugzeuge auf die Liste der Produkte gesetzt hat, auf die man daraufhin empfindlich höhere Einfuhrzölle verlangen würde. Das würde den immensen Vorteil, den Boeing bei Verkäufen ins Ausland durch den erheblich gedrückten US-Dollar im vergangenen Jahr genossen hatte, egalisieren. Wir hatten dieses Risiko bereits bei unserer letzten Analyse der Aktie hervorgehoben und betont, dass die meisten Investoren diese Gefahr nicht sehen bzw. sehen wollen. Durch dieses Statement aus China kommt man indes nicht mehr darum herum – und schon wanken die entscheidenden Supportmarken. Und wenn die Stimmung erst einmal kippt, neigen viele dazu, gleich von „rosa“ auf „rabenschwarz“ umzuschalten. Was hieße: Jetzt kommt auch der Gedanke auf, dass Europa, sollte man da ebenfalls deutlicher ins Visier der bislang vergebens um eine Reduzierung des Handelsbilanzdefizits ringenden USA geraten, ebenfalls Strafzölle auf US-Flugzeuge verhängen könnte. Damit bleibt Boeing in Reichweite der charttechnischen Klippe, die man bereits vorschnell als verteidigt angesehen hatte:

Expertenmeinung: Diese Klippe besteht zum einen aus der unteren Begrenzung des aus dem Mai 2017 stammenden Aufwärtstrendkanals, aktuell bei 324 US-Dollar, und der im Februar entstandenen Unterstützung bei 317/318 US-Dollar. Schon Ende März war dieser Bereich kurzzeitig unterboten, zum Handelsende aber dann doch noch verteidigt worden. Als China Strafzölle auf US-Flugzeuge in den „Ring“ warf, startete die Boeing-Aktie am Mittwoch bereits klar unterhalb dieser Zone, wurde aber mit einem Kraftakt der Bullen wieder über diesen Level gezogen. Das führte zu Anschlusskäufen, die Boeing am Donnerstag sogar wieder über die 20-Tage-Linie trugen. Aber dass der Kurs schon am Freitag wieder unterhalb dieses gleitenden Durchschnitts als nächstgelegenem Widerstand landete, macht deutlich, dass ein mittelfristig relevanter Abwärtsimpuls noch keineswegs vom Tisch ist. Durch die Verlaufstiefs von Ende März und vom vergangenen Mittwoch verlagert sich der „Punkt X“, den das Bären-Lager durchbrechen müsste, auf 311 US-Dollar leicht nach unten. Aber sollte es gelingen, diese Linie zu unterschreiten, dürfte damit der Sack zu sein … die nächste Unterstützung von Belang wäre dann die bei 278 US-Dollar verlaufende 200-Tage-Linie.

Chart vom 06.04.2018, Kurs 326,12 US-Dollar, Kürzel BA

Auch interessant:

Ist der russische Markt jetzt für Anleger interessant? Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
Dax: Klares Warnsignal | LYNX Marktkommentar
Streik bei Ryanair- Jetzt in Airlines investieren? Interview mit Oliver Roth | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN