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S&P 500: Jetzt brennt es lichterloh!

Zwischen 2.532 und 2.586 Punkten, in einer Spanne von nur zwei Prozent, befinden sich gleich drei mittelfristig entscheidende Unterstützungen für den marktbreiten Standard & Poor’s 500-Index. Am Freitagabend hatte der S&P 500 präzise auf der ersten dieser drei Unterstützungen aufgesetzt: der 200-Tage-Linie bei 2.586 Punkten. Darunter warten bei 2.563 Punkten die knapp ein Jahr alte, mittelfristige Aufwärtstrendlinie und das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 2.532 Punkten. Und es gibt Gründe genug zu fürchten, dass diese Zone brechen könnte:

Die Unberechenbarkeit des wirtschaftlichen Crashkurses des US-Präsidenten ist eine Gefahr für das US-Wachstum. Dass die Versuche funktionieren, die Importe auszubremsen und im Gegenzug die eigenen Exporte zu befeuern, indem man Strafzölle gegen nicht genehme Konkurrenz verhängt und als Gegenleistung für deren Abmilderung oder Erlass Zugeständnisse für den Export verlangt, davon ist zwar der US-Präsident überzeugt. Aber die große Dynamik, mit der der S&P 500 ab dem Moment in die Knie ging, als Trump am Donnerstag das Paket an Strafzöllen gegen die Nummer Zwei der Weltwirtschaft China verhängte, zeugt davon: Daran glauben beileibe nicht alle. Und die Lage spitzte sich am Dienstag zu: Es wurde gemeldet, das Weiße Haus erwäge, chinesische Investitionen in den USA per Notfall-Gesetz umgehend einzuschränken. Das wäre eine Bestätigung der Kriegserklärung in einem Handelskrieg, den die USA sehr leicht grandios verlieren könnten.

Dass der Index am Montag wie von Geisterhand gedreht plötzlich nach oben schoss, war daher mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht Ausdruck von einer über das Wochenende zurückgekehrten Zuversicht, zumal derzeit noch eine „Vereisung“ des geopolitischen Klimas durch die Maßnahmen gegen Russland droht, die den Welthandel zusätzlich ausbremsen würde. Es war einzig und allein der Versuch großer Adressen, die mit entsprechendem Volumen am Markt agieren können, einen Bruch dieser entscheidenden Unterstützungszone 2.532/2.586 Punkte zu verhindern, weil sie wissen:

Wenn diese Zone fällt, wenn der S&P 500 neue Jahrestiefs markiert, würde das ein sehr klares Signal für bislang noch unbesorgte Anleger sein, dass hier etwas außerordentlich schief zu laufen droht. Denn da diese Unterstützungszone äußerst markant ist und ihre Bedeutung durch eben diesen Schwenk des Index nach oben noch einmal bestätigt wurde, ist damit zu rechnen, dass knapp darunter immens viele und große Stop Loss-Verkaufsorders liegen. Wenn die ausgelöst würden, wäre mit einem schnellen Abverkauf zu rechnen, der den Index binnen kürzester Zeit so weit drücken kann, dass aus bislang unter der Oberfläche gärender Verunsicherung blanke Angst würde, die weitere, sofortige Verkäufe nach sich zöge. Der Haken ist jedoch: Damit ist der Punkt, an dem bärische Trader eine Wende erzwingen können, erst recht klar definiert.

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Und angeschoben durch einen Abverkauf von Technologie-Blue Chips an der Nasdaq und beschleunigt durch die o.a. Meldung über Notfallgesetze passierte bereits am Dienstag, was durch die Montags-Rallye hatte verhindert werden sollen: Die Bären kehrten zurück und hinterließen ein Zeichen, das es in sich hat: Der S&P 500 ist nur zwei Handelstage später schon wieder in Reichweite der 200-Tage-Linie. Und dieser Dienstag war wieder einmal ein Turnaround Tuesday: Der Index hinterließ mit diesem Tag ein „bearish engulfing pattern“ – ein nach einer solchen Rallye extrem negatives Signal. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zone 2.532/2.586 Punkte fällt und der S&P 500 danach schnell und weit in die im Wochenchart gezeigten langfristigen Aufwärtstrendkanäle zurückfällt, hat damit erheblich zugenommen!

SPX_2018_03_28_Week

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