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Microsoft: Das war zu durchsichtig!

Als Reaktion auf die bislang aktuellsten Bilanzdaten des vierten Quartals erzielte die Microsoft-Aktie am 1. Februar ein neues Rekordhoch bei 96,07 US-Dollar, drehte ins Minus und wurde danach bis zum 9. Februar auf 83,83 US-Dollar durchgereicht. Da fiel auch der Gesamtmarkt, aber dass sich die Aktie nicht abzukoppeln vermochte macht klar, dass die Marktteilnehmer von diesen Quartalszahlen nicht gerade elektrisiert waren. Danach zog die Aktie Hand in Hand mit der Wall Street wieder an, wobei sie im Gegensatz zum Dow Jones am 13. März ein neues Verlaufshoch bei 97,24 US-Dollar schaffte. Aber dann ging es schon wieder abwärts – und das auch noch mit hohem Momentum. Am Freitagabend notierte der Kurs nur noch knapp über einer entscheidenden Unterstützungslinie bei 86,20 US-Dollar. Deren Bruch hätte den Weg aus charttechnischer Sicht in den Bereich 80/81 US-Dollar freigegeben. Ein kräftiges Abwärtspotenzial, das durchaus schnell ausgelotet werden könnte, da der Bruch der vorgenannten Unterstützung zugleich psychologisch negative Wirkung hätte, denn: Diese Linie bei 86,20 US-Dollar ist die obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals, der die Microsoft-Aktie seit der US-Wahl im November 2016 begleitet und der Ende Oktober noch oben verlassen wurde. Daraufhin hat sich hier ein paralleler Aufwärtstrendkanal gebildet. Den hätte Microsoft nach unten verlassen … wenn die Aktie nicht am Montag mit einer großen Kurslücke von vier Prozent höher eröffnet und danach wie eine Rakete weiter gestiegen wäre, um am Ende +7,57 Prozent höher aus dem Handel zu gehen.

Expertenmeinung: Gerade noch zur rechten Zeit, könnte man denken. Aber rechtzeitig vor dem Handelsstart des Montags hoben die Analysten bei Morgan Stanley das Kursziel für die Aktie von ohnehin schon hohen 110 auf noch viel höhere 130 US-Dollar an. Vorher hatte niemand ein höheres Kursziel als 120 US-Dollar. Natürlich nahmen diejenigen, die angesichts der Möglichkeit höchst besorgt waren, dass Microsoft in den „unteren Trendkanal“ absteigen könnte und damit auch noch die gesamte Trump-Hausse an sich in Gefahr geriete, diese Steilvorlage nur zu gerne an. Aber das war zu durchsichtig! Eine derartig extreme Kurszielanhebung ausgerechnet in dem Moment, in dem die Aktie unbedingt nach oben drehen musste – das bedeutete nur: Die Bären wissen jetzt nur umso besser, wo der Punkt liegt, dessen Bruch eine Verkaufswelle auslösen würde und dass die Angst und nicht die Zuversicht diese Käufe des Montags ausgelöst hatte. Und so kam es, wie es kommen musste – und es kam gefährlich schnell, die Verkäufer fackelten nicht lange: Microsoft eröffnete am Dienstag zwar im Plus, schloss dann aber nicht nur einfach im Minus, sondern noch unter dem Eröffnungskurs des Montags. Ein „bearish engulfing pattern“ bringt die Aktie der Linie bei 86,20 US-Dollar im Eiltempo wieder nahe – die Chance, hier sehr bald eine hochinteressante Short-Trading-Chance vorzufinden, ist damit deutlich gestiegen.

Microsoft: Das war zu durchsichtig!

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