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IBM – Schlechteste Aktie im Dow?

Man könnte sich durchaus streiten, ob IBM wirklich die schlechteste Aktie im Dow Jones ist. General Electric und Caterpillar gefallen mir genauso wenig und alle drei Unternehmen haben eine Gemeinsamkeit: Selbst auf Sicht von 10 Jahren einen rückläufigen Umsatz. Es muss schon ernsthafte Probleme mit dem Geschäftsmodell geben, wenn es zu derartigen Resultaten kommt.

International Business Machines Corporation ist ein integriertes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Der Konzern bietet ein umfassendes Angebot an Hardware, Software, Services sowie e-Business-Lösungen an.

Fehlende Innovationskraft

IBM scheint jedoch ernsthafte Probleme zu haben und fällt in einem High-Tech-Sektor nach dem anderen zurück. Als Beispiel könnte der Cloud-Sektor dienen. Die fünf größten Cloud-Anbieter konnten ihre Wettbewerber aus der zweiten Reihe weiter abhängen und ihren Marktanteil allesamt ausbauen, abgesehen natürlich von IBM.

Der Großkonzern ist nicht mehr innovativ genug und verliert zunehmend den Anschluss. Konkurrenten graben IBM mit besseren Produkten schlichtweg das Wasser ab.
Dieser Umstand spiegelt sich natürlich in den Zahlen wieder. Wie bereits angesprochen, ist der Umsatz selbst auf Sicht von 10 Jahren rückläufig und von 106,9 auf zuletzt 79,13 Mrd. USD gesunken. Seit 2011 gab es kein Jahr mehr mit steigenden Einnahmen. Gleichzeitig sinkt die Profitabilität auf breiter Front.
Das Nettoergebnis ist vom Hoch um rund zwei Drittel eingebrochen. Nur durch massive Aktienrückkäufe konnte der Gewinn je Aktie gestützt werden.

Lassen Sie sich nicht täuschen

Das Unternehmen scheint auf den ersten Blick günstig bewertet und die Dividendenrendite liegt bei 3,95%. Die Dividende dürfte jedoch auch alles sein, was ein Investor erwarten kann.

Die P/E liegt bei 11, die forward P/E jedoch ebenfalls und auf Jahre hinweg, mindestens bis Ende 2020 erwartet IBM ein stagnierendes Ergebnis je Aktie, trotz weiter anhaltenden Rückkäufen. Warum jemand diese Aktie im Portfolio haben möchte, erscheint mir schleierhaft.

Charttechnischer Ausblick

Die wirtschaftliche Realität spiegelt sich auch im Chart wieder, die Aktie kommt seit Jahren faktisch nicht mehr vom Fleck. Fällt das Papier nachhaltig unter 150 USD, kommt es zu einem Verkaufssignal mit einem ersten Kursziel bei 140 USD, es könnte jedoch durchaus auch deutlich tiefer gehen.
Bisher hält die Unterstützung bei 153,28 USD noch, doch auf der Oberseite liegen eng gestaffelt Widerstände bei 160, 165 sowie 175 USD und grenzen das Potenzial ein. In diesem Bereich kommt dann auch der langfristige Abwärtstrend ins Spiel.

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