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Deutsche Bank – Droht hier der Supergau?

Die Deutsche Bank AG ist die mit Abstand größte Privat- und Firmenkundenbank in Deutschland und einer der weltweit führenden Finanzdienstleister. Mit 100.000 Mitarbeitern ist das Institut an 2.400 Standorten in über 50 Ländern vertreten.
Das operative Geschäft umfasst die Bereiche Corporate Banking & Securities, Private & Business Clients, Global Transaction Banking, Asset Management, sowie Private Wealth Management.

Darüber hinaus ist die Deutsche Bank an zahlreichen Unternehmen direkt beteiligt. Mit einem Anteil von über 90% ist der Konzern beispielsweise auch Hauptaktionär der Postbank. Ende 2016 betrug der Wert aller Engagements 78,6 Mrd. Euro und lag somit weit über dem Börsenwert der Deutschen Bank selbst. Dem stehen allerdings noch höhere Schulden gegenüber.

Im Niedergang

In meiner letzten Analyse zum Wert hatte ich ja bereits auf die zahlreichen Probleme bei der Deutschen Bank hingewiesen. Ich stehe zu der These, dass eine Zerschlagung sowohl volkswirtschaftlich als auch für die Aktionäre die beste Option sein könnte.

Das Geldhaus wurde im Zuge der Finanzkrise nachhaltig beschädigt und konnte anschließend nie mehr Fahrt aufnehmen.
Während der Umsatz seit zehn Jahren weitgehend stagniert und seit 2015 sogar rückläufig ist, steigt lediglich die Zahl der Aktien. Für die Anteilseigner stellt diese Verwässerung ein ernst zu nehmendes Problem dar und beschränkt sich nicht nur auf die Zeit der Finanzkrise.
Alleine seit 2016 ist die Zahl der Aktien von 1,555 auf 1,968 Mio. geklettert, ein Anstieg um 26%. Gleichzeitig wird auch massiv Substanz vernichtet, der Buchwert sank noch weiter, als durch die Verwässerung ohnehin schon zu erwarten gewesen wäre.

Darüber hinaus ist das Unternehmen seit Jahren defizitär, doch für 2018 erwartet man natürlich einen erheblichen Gewinn. Die Deutsche Bank wäre dann mit einem KGV von 10,8 bewertet. Wir dürfen gespannt sein.
Immerhin lässt sich der zwölfköpfige Vorstand das zurückliegende Geschäftsjahr mit einem Grundgehalt von 29,2 Mio. Euro „ohne Nebenleistungen“ fürstlich vergüten. Der Aktienkurs notiert indes unter den Tiefstständen von 2009.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie ist wie erwartet eingebrochen und hat das Kursziel bei 11,00 Euro erreicht. Im Chart sind keinerlei intakte Aufwärtstrends mehr zu erkennen und die Bären bestimmen das Geschehen.
Für die Bullen geht es jetzt um alles. Fällt die Aktie nachhaltig unter 11,00 Euro, kommt es zu einem Verkaufssignal mit einem Kursziel bei 10,00 Euro. Diese psychologische Marke könnte vielleicht noch einmal Käufer anlocken. Darunter gibt es schlichtweg keine Unterstützungen mehr und es droht der Absturz.

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