Börsenblick

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Boeing: Die Verteidiger haben weit offene Flanken!

Die Bank of America versuchte vergangene Woche noch schnell Wasser in den Wein zu gießen, indem sie betonte, dass die Schwäche der seit Anfang März waidwunden Boeing-Aktie aufgrund von Sorgen vor den Auswirkungen eines Handelskrieges unbegründet sei. Spätestens da dachten einige Marktteilnehmer wohl erst darüber nach. Und natürlich: Strafzölle auf US-Flugzeugimporte als Gegenmaßnahme auf US-Strafzölle wären nicht nur denkbar, sie würden sich förmlich anbieten. Für China mit seiner aufstrebenden eigenen Flugzeugproduktion ebenso wie für die EU, die durch Airbus leicht ohne die Boeing-Konkurrenz auskommen könnte. Dieses Risiko, das die Bank of America da abzuwiegeln versuchte, ist also keineswegs von der Hand zu weisen … zumal sich solche „Revanchen“ nicht nur auf ein Land beschränken könnten. Würden mehrere größere, potenzielle Abnehmer bei Boeing ihre Orders streichen, würde der prognostizierte Anstieg des schon 2017 stark gestiegenen Gewinns um weitere 20 Prozent auf gut 14 US-Dollar pro Aktie in einen von der Größenordnung her nicht eingrenzbaren Gewinnrückgang münden. Hinzu kommt: Die Aktie war, als sie vor einem Monat mit 371,60 US-Dollar ihr bisheriges Verlaufshoch erreichte, schlicht „teuer“: Da stand ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von über 26 zu Buche – unter der Voraussetzung, dass das prognostizierte Gewinnpuls überhaupt erreicht wird und die Aktie bis Jahresende nicht höher steigt. In den Vorjahren waren Kurs/Gewinn-Verhältnisse zwischen 15 und 20 üblich. Kein Wunder, dass Gewinnmitnahmen einsetzten, zumal:

Expertenmeinung: Boeing diente zuvor den bullischen Tradern als Hebel für den Dow Jones, weil sie als teuerste Aktie den größten Einfluss auf den Index hat. Aber das gilt eben auch für das bärische Lager: Auch sie bewegen mit Druck auf Boeing am meisten, wenn sie den Dow Jones drücken wollen. Und wo ein solcher, gezielter Druck auf die Aktie seinen Lohn finden würde, indem reihenweise Stop Loss-Orders ausgelöst und den Abstieg intensivieren würden, wurde durch den Versuch, die Aktie zu Wochenbeginn von eben diesem Ankerpunkt für einen Trendbruch weg zu ziehen, nur umso deutlicher: Im Fall von Schlusskursen unter 317 US-Dollar. Dort lag das Tief vom Februar, was für sich alleine genommen schon eine wichtige Unterstützung ist. Jetzt ist dort aber auch noch die mittelfristige Aufwärtstrendlinie angekommen, was diesen Bereich zu einer umso wichtigeren Kreuzunterstützung macht. Genau dort setzte Boeing Ende letzter Woche auf. Und würde es gelingen, diese Zone zu brechen, wäre die 200-Tage-Linie der nächste, markantere Unterstützungspunkt – der indes erst bei 274 US-Dollar warten würde. Eine verlockende Situation für die bärischen Trader – und eine, die man nicht so leicht aus der Hand geben wird, wie das sofortige Minus als Antwort auf die Montags-Rallye, das am Dienstag den zögerlichen Versuch, von dieser Schlüsselzone wegzukommen, eliminierte, belegt.

Chart vom 27.03.2018, Kurs 321,12 US-Dollar, Kürzel BA

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