Börsenblick

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Volkswagen Vz.: Angst vor der nächsten Eiszeit

Die Zahlen des vergangenen Jahres waren stark, was viele verblüffte, denn es scheint, der Abgasskandal und die damit einhergehende Demontage des Renommees des Wolfsburger Konzerns hat die Kundschaft einfach nicht interessiert. Und auch im laufenden Jahr will Volkswagen ordentlich zulegen, hieß es zuletzt. Gut, dass die Marge bei der Kernmarke VW in 2018 wohl nicht über die immerhin gegenüber 2016 stark verbesserten, aber trotzdem zu niedrigen vier bis fünf Prozent nicht hinauskommen werde, das war ein Dämpfer. Aber keiner, der alleine dazu hätte führen können, dass die Volkswagen Vorzugsaktie nicht, wie man sich das im Januar noch dachte, komfortabel über 200 Euro steht, sondern um ihre 200-Tage-Linie ringen muss. Dafür hat ein anderes Problem gesorgt: Die aggressive Wirtschaftspolitik der USA. Dass der Euro gegenüber Anfang 2017 fast zwanzig Prozent zum US-Dollar höher notiert, ist schon unerfreulich genug. Zwar trifft das die Exporte nach China als wichtigsten Wachstumsmarkt nur gedämpft und der Eurozone-Binnenmarkt ist gegen solche Einflüsse gefeit, da billigere US-Importautos trotzdem kaum mehr Absatz finden. Aber bei Strafzöllen sieht das schon ganz anders aus.

Expertenmeinung: Zwar war der US-Markt für die Kernmarke VW noch nie eine Quelle großer Gewinne. Aber da wären ja noch Audi, Porsche und die LKW-Sparte. Da würden Strafzölle empfindlich wirken. Und dass die kurzzeitige Aussetzung der Strafzölle auf Stahl und Aluminium für die EU bedeutet, dass die unverhohlene Drohung des US-Präsidenten, bei Gegenmaßnahmen auch problemlos Strafzölle auf europäische Fahrzeuge erheben zu können, damit vom Tisch ist, wagt niemand zu glauben. Konsequenz: Die Skepsis der Marktteilnehmer verwandelt sich schleichend in Pessimismus und kann schnell eine Intensivierung des Drucks auf die VW-Aktie nach sich ziehen, wenn die aktuell umkämpfte 200-Tage-Linie bei 152 Euro brechen sollte. Erst Anfang März wurde dieser wichtige gleitende Durchschnitt getestet und hielt. Aber jetzt ist er eben schon wieder erreicht … so bald nach dem ersten Test, dass die Zahl derjenigen, die das erneut bzw. immer noch als Einstiegschance sehen und nach Anfang März auch jetzt beherzt zugreifen, wohl nicht allzu groß sein dürfte. Sollte die Aktie hier durchrutschen, würde das den laufenden Abwärtstrend bestätigen. Die nächste Zielzone wäre dann der Bereich 146/147 Euro … und sollte sich das Klima im Welthandel weiter abkühlen, müsste auch diese Zone keineswegs zwingend halten.

Chart vom 26.03.2018, Kurs 154,74 Euro, Kürzel VOW3

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