Börsenblick

Zurück August Weiter
Zurück 2018 Weiter

Gold: Der Weg nach oben ist steinig … aber nicht unüberwindbar

Während am Aktienmarkt in der vergangenen Woche lange Gesichter und zunehmende Angst das Bild prägten, verbuchten die Gold-Trader eine starke Woche. Gerade am Freitag legte der Goldpreis ordentlich zu und weckt dadurch die Hoffnung, dass es im Fall eines erneuten, größeren Abverkaufs am Aktienmarkt diesmal anders laufen würde als Ende Januar/Anfang Februar. Da konnte Gold nicht profitieren, fiel tendenziell, wenngleich deutlich weniger drastisch, mit. Jetzt ist aber die Gemengelage eine etwas andere, weil die Alternative als „sicherer Hafen“ ein Problem ist: der Anleihemarkt. Dabei geht es vor allem um US-Anleihen, die ansonsten eine Alternative für nervöse Anleger darstellen. Man sieht sich einer US-Notenbank gegenüber, die derzeit keine Anstalten macht, auf die konjunkturellen Warnsignale zu reagieren. Was bedeutet: Die Leitzinsen dürften weiter angehoben werden, die Renditen für US-Anleihen steigen. Das hieße indes, dass einem Anleihen, die man heute kauft, durch die steigenden Renditen mittelfristig Kursverluste einbrocken würden. Das tilgt den sonst üblichen Vorteil, dass Gold im Gegensatz zu Anleihen keine Zinsen bringt. Und es kommt womöglich noch dicker für US-Bonds, denn:

Expertenmeinung: Wie zu befürchten war, erwägt China als eine der möglichen Antworten auf Trumps Strafzölle, weniger US-Anleihen zu kaufen – oder die Käufe sogar einzustellen. Da China zu den größten ausländischen US-Bond-Käufern gehört, kann das die Renditen schnell höher treiben und die Kursverluste bei im Depot befindlichen US-Anleihen noch intensivieren. Damit rückt Gold auf einmal in den Fokus – der kräftige Anstieg des Freitags könnte da nur ein Vorgeschmack sein. Richtig ist, das zeigt unser längerfristiger Chart auf Wochenbasis, dass der Goldpreis in den vergangenen Jahren immer wieder knapp unterhalb von 1.400 US-Dollar abdrehte, was eine ganze Phalanx an Wendemarken bedeutet, durch die sich die Bullen hindurch kämpfen müssten. Bei 1.357 US-Dollar wartet das 2017er-Hoch als erste Hürde, es folgt bei 1.366 US-Dollar das bisherige Jahres-Verlaufshoch. Bei 1.375 US-Dollar dient das Hoch 2016 als Widerstand, bei 1.392 US-Dollar das Hoch der Jahres 2014. Erst darüber wäre dann etwas mehr Luft bis 1.434 US-Dollar, wo sich ein markanter Wendepunkt aus dem Sommer 2013 in den Weg stellt. Das sieht nach einem steinigen Weg aus, aber: Eine Kombination aus erheblich abrutschenden Aktienmärkten und fallenden US-Anleihekursen durch die Perspektive weiter deutlich anziehender Renditen ist ein Szenario, das Gold für weit mehr Investoren als Alternative in den Vordergrund rückt, als das noch zu Jahresbeginn der Fall war.

Chart vom 23.03.2018, Kurs 1.347,14 US-Dollar, Kürzel XAUUSD

Auch interessant:

Sommerflaute an den Börsen – Nicht mit Optionen! Webinar 16.08.18 Claudia Jankewitz | LYNX
"Negativer DAX-Trend: Unterstützung muss halten" - Interview mit Arthur Brunner | LYNX fragt nach
Ist der russische Markt jetzt für Anleger interessant? Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN