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Bayer zeigt plötzlich relative Stärke. Ende der Korrektur?

Bayer AG bezeichnet sich selbst als Life-Science-Unternehmen mit Kernkompetenz in den Bereichen Gesundheit und Agrarwirtschaft. Der Konzern ist in die vier Segmente Pharmaceuticals, Consumer Health sowie Crop Science und Animal Health gegliedert. Die Kunststoffsparte Covestro, mit einem Jahresumsatz von über 14 Mrd. Euro, wurde 2015 abgespalten und notiert inzwischen eigenständig an der Börse.

Ohne die Ausgliederung von Covestro ist der Umsatz in den letzten Jahren von 32,9 auf über 49 Mrd. Euro geklettert. Gleichzeitig wurde die Profitabilität bei Bayer deutlich gesteigert. Die operative Marge legte von 10,8 auf 15,9% zu, was zu einem überproportionalen Anstieg des Gewinns führte. Das Ergebnis je Aktie hat sich von 2,09 auf 8,41 mehr als vervierfacht und hat im zurückliegenden Jahr ein neues Rekordniveau erreicht.

Monsanto überschattet

Dennoch kommt die Aktie seit Monaten nicht vom Fleck. Die geplante Übernahme von Monsanto überschattet alle anderen Entwicklungen und wurde von den Aktionären nicht gut aufgenommen. Der Zukauf ergibt strategisch jedoch absolut Sinn. Während Bayer eine starke Position in Europa und Asien hat, ist Monsanto vor allem in Nordamerika gut positioniert. Das Portfolio ergänzt sich und es sind entsprechende Synergieeffekte zu erwarten.

Darüber hinaus sollten größere Übernahmen durch Bayer niemanden überraschen. Zukäufe gehören seit jeher zur Konzernstrategie und man hat mehrfach bewiesen, dass man eine Integration erfolgreich umsetzen kann.
Im Jahr 2001 wurde für 7,25 Mrd. Euro die Pflanzenschutz-Sparte von Aventis, im Folgejahr auch der Bereich Saatgut übernommen. Nur drei Jahre später erwarb man für rund 2,38 Mrd. Euro den Bereich für rezeptfreie Medikamente von Roche. Im Jahr 2006 stemmte man den Kauf von Schering für rund 16,5 Mrd. Euro.
Danach folgte eine größere Phase der Konsolidierung, auch um den Schuldenstand zu reduzieren. Seit 2014 war Bayer wieder auf Einkaufstour und übernahm für 1,9 Mrd. Euro den norwegischen Krebsspezialisten Algeta sowie für 14,2 Mrd. USD das Consumer-Care-Geschäft des US-Pharmakonzerns Merck & Co. Zwei Jahre später folgte 2016 das Übernahmeangebot für Monsanto.

Man könnte also durchaus davon sprechen, dass Zukäufe für Bayer keine Seltenheit sind. Es ist zu erwarten, dass auch hier eine erfolgreiche Integration gelingt. Sicher kann man den Preis für Monsanto als zu hoch einstufen, das US-Unternehmen bringt jedoch auch wertvolle Assets mit in den Konzern ein. Monsanto ist hochprofitabel und hat eine deutlich höhere operative Marge als Bayer. Mit einem Schlag könnte der freie Cashflow um 30-40% ansteigen, auch ohne Synergieeffekte.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie befindet sich nach wie vor in einem Abwärtstrend. Bereits in meiner Analyse nach der Veröffentlichung der letzten Unternehmenszahlen, hatte ich auf diesen Umstand und die Gefahren hingewiesen. Bayer konnte sich zuletzt jedoch in einem schwachen Umfeld behaupten und zeigt plötzlich relative Stärke.
Die Wahrscheinlichkeit auf eine Trendwende zwischen 86 und 90 Euro ist deutlich gestiegen. Gelingt eine Rückkehr über 95 Euro, kommt es zu einem Kaufsignal mit ersten Kurszielen bei 105 und 110 Euro.

 

Chart vom 26.03.2018 Kurs: 90,72 Kürzel: BAYN

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