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Nordex: Nach unten alles offen – die Bären agieren geschickt

Mit einem Abschlag von 4,3 Prozent stand Nordex zwar an diesem für den TecDAX immens schwachen Tag nicht ganz oben in der Liste der Verlierer, aber der charttechnische Flurschaden, den dieses Minus am Donnerstag anrichtete, kann reichlich Anschlussverkäufe generieren. Wenn Anleger im Vorfeld von anstehenden Unternehmensdaten aussteigen, ist das immer eine problematische Vorgabe, denn psychologisch weist der Pfeil bei der Veröffentlichung neuer Zahlen dann nach unten, was heißt: Die Informationen werden unbewusst besonders kritisch beäugt. So gesehen war das ein cleverer Schachzug des bärischen Lagers, das bei der Aktie des Windkraftanlagenherstellers Nordex umgehend nach der Dezember/Januar-Rallye wieder die Kontrolle an sich gerissen hatte. Mit diesem Minus wurde der Versuch einer Bodenbildung oberhalb der Unterstützungslinie bei 8,60 Euro effektiv torpediert. Und dass die Aktie dabei wie schon mehrfach seit Anfang Februar auf Höhe der für Short-Trader üblichen Leitlinie in Form der 20-Tage-Linie abgewiesen wurde, hinterließ eine Botschaft für potenzielle Käufer: Gegenwehr ist zwecklos.

Und in der Tat wäre es jetzt kein allzu guter Moment, um in ein fallendes Messer zu greifen. Denn neben dem charttechnisch bärischen Signal und dem dadurch genau an seiner Signallinie erneut nach unten drehenden Trendfolgeindikator MACD haben die Bären den Vorteil der für Käufer höchst unangenehmen Ungewissheit auf ihrer Seite. Am Dienstag steht die Bilanz für das Jahr 2017 an. Die war in Form vorläufiger Zahlen bereits Ende Februar gemeldet worden, aber etwas Entscheidendes fehlte: der Ausblick auf das laufende Jahr 2018. Warum der bislang nicht auf den Tisch kam, weiß man nicht. Aber dass Nordex überraschend gute Perspektiven ungewohnt lange zurückhalten würde, ist weniger wahrscheinlich. Also fürchtet man, dass dieser Ausblick die Anleger enttäuscht. Am Dienstag muss Nordex Farbe bekennen. Und mit diesem Abwärtsimpuls wenige Tage vor diesem wichtigen Termin haben die Bären das Stimmungsbild rechtzeitig zu ihren Gunsten verschoben. Aus charttechnischer Sicht wäre der Weg jetzt an das Tief vom Dezember bei 7,49 Euro frei … und viel würde dann auch nicht mehr bis zum Mehrjahres-Tief vom November bei 7,08 Euro fehlen. Bis zu einem bullischen Signal wäre der Weg hingegen jetzt weit: Über die 20-Tage-Linie und die Widerstandszone 9,10/9,36 Euro müsste Nordex hinaus – dazu müsste die erwartete Perspektive für dieses Jahr schon unerwartet positiv ausfallen.

NDX1_2018_03_23

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