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Dow Jones: War das bereits die Entscheidung?

Das war definitiv kein guter Tag für das bullische Lager an der Wall Street. Alle drei großen Indizes, Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100, beendeten den Tag der ersten US-Notenbankentscheidung unter dem neuen Chef Powell im Minus. Wobei es der Grund war, der dieses Minus problematisch macht – bzw. für bärische Trader verheißungsvoll. Es war nicht die Anhebung des Leitzinses um einen viertel Prozentpunkt, niemand hatte etwas anderes erwartet. Es waren wohl zwei Dinge, die dafür sorgten, dass das US-Index-Flaggschiff im Minus endete: Zum einen hatte die US-Notenbank ihre vierteljährlich überprüften Prognosen für Wachstum, Inflation und Arbeitslosigkeit so verändert, dass die Zukunft optimal scheint: Weniger Arbeitslose, mehr Wachstum, trotzdem keine über das Ziel der Fed von zwei Prozent hinausgehende Inflation. Zu optimal – solchen Prognosen trauten die Investoren nicht. Zum anderen erwähnte Powell auf eine Frage in der nachfolgenden Pressekonferenz, dass er in Gesprächen mit US-Unternehmern den Eindruck gewonnen habe, dass sie über die Entwicklung der Handelspolitik besorgt seien. Er sagte zwar auch, dass eine Veränderung der Handelspolitik keine Auswirkungen auf den derzeitigen Ausblick in Bezug auf Wachstum und Arbeitslosigkeit haben würde. Aber wer wollte das im Vorfeld ernsthaft behaupten? Das ganze wirkte zu glatt, zu angepasst … und sorgte dafür, dass der Dow Jones einen weiteren Schritt in Richtung Abgrund machte, statt sich nach oben abzusetzen.

Expertenmeinung: Der Chart zeigt, dass der Dow Jones aus der Dreiecksformation, die sich in den vergangenen Wochen etabliert hatte und immer enger wurde, bereits am Montag nach unten ausgebrochen war. Der Terminbörsen-Verfalltermin am vergangenen Freitag war also offenbar tatsächlich ein die US-Aktien stützendes Element gewesen, das jetzt weggefallen ist. Aber die Distanz zu der oberen Begrenzung des Dreiecks und damit zur Januar-Abwärtstrendlinie bei 25.170 Punkten war noch nicht so groß, um das Ruder nicht doch noch zu Gunsten der Bullen herumreißen zu können. In einer ersten Reaktion auf das Notenbank-Statement wurde das auch versucht, zeitweise hatte der Index 250 Punkte zugelegt. Aber genau auf Höhe der unteren Begrenzung des Dreiecks und der 20-Tage-Linie, knapp unterhalb der runden Marke von 25.000 Punkten, kam markanter Abgabedruck auf, der den Index zum Handelsende ins Minus schickte. Eine abverkaufte Rallye nach einer Notenbankentscheidung, das ist ein markant negatives Signal. Damit wird der Weg nach oben noch einmal steiniger. Und für das Bären-Lager ist die Verlockung groß: Das bisherige Jahrestief bei 23.360 Punkten fällt jetzt mit der bei 23.330 Punkten angekommenen 200-Tage-Linie zusammen. Eine Schlüsselmarke, die nicht unerreichbar scheint und die, würde sie durchschlagen, einen massiven Abverkauf auslösen dürfte. Gut möglich, dass der Mittwoch dahingehend bereits eine entscheidende Weiche gestellt hat.

Chart vom 21.03.2018, Kurs 24.682,31 Punkte, Kürzel INDU

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