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SNAP: Die Bären sind schon wieder da

Es wirkt schon seltsam, aber bei einem Unternehmen, das großenteils aus einer „App“, einer internetbasierten Applikation in Form einer Kommunikationsplattform besteht, können positive oder negative Kommentare von Personen, die mitnichten Analysten oder Unternehmenslenker, sondern Stars oder Sternchen sind, die Aktie erheblich bewegen. In den letzten Wochen äußersten sich da einige, der Generation über 30 eher nicht bekannte Personen, dass ihnen ein Update der SNAP-App nicht gefällt oder sie den Dienst einfach nicht mehr nutzen würden. Und jedes Mal ging die Aktie in die Knie. Aber einmal in diesem Jahr lief es anders herum, und das dann gleich gewaltig: Am 7. Februar explodierte die Aktie förmlich, legte fast 50 Prozent an nur einem Tag zu. Grund: SNAP hatte am Vorabend die Bilanz des vierten Quartals präsentiert, die einen deutlich geringeren Verlust aufwies als seitens der Analysten erwartet, zugleich lag der Umsatz über zehn Prozent höher als im Durchschnitt erwartet. Das wirkte, als würde SNAP womöglich doch imstande sein, in den nächsten Jahren die Gewinnzone zu erreichen. Aber gerade die scharfen Reaktionen auf positive oder negative Kommentare zu dieser vor allem vor sehr jungen Leuten genutzten App machen klar:

Expertenmeinung: Realistisch betrachtet kann man hier so gut wie gar nichts prognostizieren. Solange die Nutzerzahlen weiter ordentlich zulegen, werden andere Unternehmen hier auch Werbung schalten und SNAP so zu steigenden Umsätzen verhelfen. Stagnieren die Nutzerzahlen, nehmen sie gar ab oder läuft eine andere, neue App SNAP den Rang ab, kann es aber blitzschnell immens finster aussehen. Das dachten sich diejenigen auch, die diesen extremen Kurssprung nutzten, um zu unverhofft hohen Kursen aussteigen und/oder Short zu gehen. Und mittlerweile sind die Bären offenbar schon wieder da. Das lässt sich vermuten, weil die Aktie jetzt das erste Korrekturtief von Ende Februar unterboten hat, ohne das dieses bei 16,31 US-Dollar gelegene Zwischentief oder die wichtige Wendemarke bei 16,88 US-Dollar nennenswert Unterstützung geboten hätten. Zugleich wurde SNAP an der im März nach unten gedrehten 20-Tage-Linie ein ums andere Mal sauber abgewiesen. Und das ist eine typische Orientierungsmarke für Short-Trader. Das Problem der in die Defensive geratenen Bullen: Würde die Kurslücke nach den Quartalszahlen ganz geschlossen, hieße das einen Rücksetzer bis hinunter auf 14,06 US-Dollar. Dann wäre die Aktie schon wieder im Bereich der bis 11,28 US-Dollar hinunter reichenden unteren Wendemarken und damit gefährdet, bei der kleinsten negativen Nachricht nach unten durchgereicht zu werden. So gesehen ist diese aktuelle Konstellation tendenziell keine Basis, um hier noch einmal „günstig“ zum Zuge zu kommen, sondern eher ein Bild, das den Bären äußerst zupass kommt.

Chart vom 20.03.2018, Kurs 16,00 US-Dollar, Kürzel SNAP

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