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Tesla: Die Zweifler sind zurück, die Bären könnten folgen

Anfang vergangener Woche hatte es ohne neue Nachrichten ein kräftiges Plus bei der Aktie des Elektrofahrzeug-Herstellers Tesla gegeben. Die 20-Tage- und die 200-Tage-Linie wurden überboten. Und es wirkte, als seien die Bullen aufgewacht, als könnte die markante Hürde bei 360 US-Dollar jetzt im Sturm genommen und das bisherige Rekordhoch bei knapp 390 US-Dollar wieder in Angriff genommen werden. Aber das hielt nicht vor – die Anschlusskäufe blieben aus. Und zwei Tage danach, am Mittwoch, folgte eine Nachricht, die dafür sorgte, dass die Dynamik zurückkehrte – aber auf der Unterseite: Zwei hochrangige Manager aus dem Finanzbereich scheiden aus dem Unternehmen aus, hieß es. Das war aufgrund der immensen Verschuldung, den bislang noch steigenden Verlusten und diesem Wettrennen, die Produktion so schnell wie möglich hochzufahren, um die Rentabilitätsschwelle zu überschreiten und die Gläubiger zu beruhigen, eine höchst ungute Nachricht. Denn Tesla ist und bleibt für die Anleger eine Glaubensfrage. Wer überzeugt ist, dass es Tesla schaffen wird, in zwei, drei Jahren solide schwarze Zahlen zu schreiben, sieht das derzeitige Niveau als günstig an. Wer das indes bezweifelt, für den wäre dieses Kursniveau bei weitem zu hoch. Der Abgang dieser zwei Manager klingt nicht danach, als würde es hinsichtlich der Finanzen gerade so laufen, wie es sollte. Und damit nicht genug:

Expertenmeinung: Das Problem für das bullische Lager ist, dass sich unter der Gruppe der Zweifler auch namhafte US-Analysten befinden. So hob Jeffries das Kursziel am Montag zwar an. Aber von 240 auf 250 US-Dollar mit der Einstufung „Underperform“. Damit sieht man dort das Ziel 20 Prozent unter dem aktuellen Kursniveau. Und ebenfalls gestern bestätigte Goldman Sachs das „Verkaufen“-Rating für die Aktie. Mit dem gestrigen, fünften Minus in Folge als „Antwort“ auf den Ausbruchsversuch nach oben nimmt dadurch die Wahrscheinlichkeit der Vollendung der breiten Toppbildung, die sich bereits über zehn Monate erstreckt, zu. Entscheidend wäre dafür die Unterstützungszone zwischen 287 und 304 US-Dollar. Nachdem sich in der Vorwoche ein Zwischenhoch ausgebildet hat, das unter dem vorherigen liegt und der MACD durch diesen abgebrochenen Rallye-Versuch genau auf Höhe seiner Signallinie erneut nach unten drehte, hätten die Bären jetzt ihre Chance. Sollte diese Auffangzone auf Schlusskursbasis fallen, würde das nächste markantere Kursziel aus charttechnischer Sicht bei 240 US-Dollar liegen. Es dürfte sich daher lohnen, Tesla jetzt im Auge zu behalten.

Chart vom 19.03.2018, Kurs 313,36 US-Dollar, Kürzel TSLA

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