Börsenblick

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Nasdaq 100: Bullenfalle – Optimisten in der Defensive

Ein Minus von 2,2 Prozent an sich ist schon kein Pappenstiel. Auch, wenn es um den grundsätzlich recht volatilen, technologielastigen Nasdaq 100 geht. Und gut eine Stunde vor dem Handelsende waren es sogar drei Prozent Abschlag gewesen. Daraus entsteht alleine aus charttechnischer Sicht ein Problem für die Bullen: Der Ausbruch über die vorherigen Rekordhochs vom Januar bei 7.023 Punkten ist damit zu einer Bullenfalle geworden. Und es wäre zu einfach, diese Entwicklung nur auf den „Sondereinfluss“ der am Montag um sieben Prozent gefallenen Facebook-Aktie (siehe unsere heutige Analyse hierzu), die zu den Index-Schwergewichten gehört, zu reduzieren. Denn bei den anderen Publikumslieblingen, den FAANG-Aktien wie Apple, amazon.com, Netflix und Alphabet, hielt man nicht wie in solchen Fällen oft dagegen, um die durch Facebook gerissene Lücke zu füllen. Es sieht ganz danach aus, als würde hier ein zweifaches Problem vorliegen: Schwindender Optimismus und der Wegfall der Stütze in Form des am Freitag absolvierten Verfalltermins an der Terminbörse.

Expertenmeinung: Dass dieser Verfalltermin den Nasdaq 100 gestützt hat, ließ sich gut daran erkennen, dass es schon ungewöhnlich schnell nach dem Ausbruch über das alte Rekordhoch vom Januar zu einem Abverkauf kam, der vergangenen Dienstag auf einem Verlaufsrekord von 7.183 Punkten einsetzte und ein Warnsignal in Form eines „bearish engulfing pattern“ im Candlestick-Chart bildete. Danach gelang es zwar, die runde 7.000 Punkte-Marke zu halten. Aber dass es danach immer zu kleinen roten Kerzen kam, der Index also jedes Mal unter dem Eröffnungskurs schloss, deutete an: Würde der Verfalltermin nicht dafür sorgen, dass diese runde 7.000er-Marke auf Biegen und Brechen bis zum Freitag hält, wäre sie wohl längst gefallen. Das wurde, nachdem Optionen und Futures mittlerweile abgerechnet sind, am Montag sofort nachgeholt. Dass es gelang, das Minus zum Handelsende einzugrenzen sollte deutlich machen, dass das bullische Lager sich noch keineswegs aufgegeben hat. Aber wer risikofreudig und kurzfristig agiert, würde hier durchaus eine Situation vorfinden, die den Gedanken an erste, kleine Short-Positionen aufkommen ließe: Neben dem Unterschreiten der beiden Hochs vom Januar und Februar ist die kurzfristige Aufwärtstrendlinie zum Handelsende ebenso unterboten worden wie die 20-Tage-Linie, während der Stochastik-Oszillator aus der überkauften Zone heraus ein Verkaufssignal generiert hat. Eine ganze Reihe Argumente zu Gunsten der Bären. Die Käuferseite müsste sich heute schon strecken, um diese bärischen Pluspunkte effektiv vom Tisch zu wischen.

Chart vom 19.03.2018, Kurs 6.864,88 Punkte, Kürzel NDX

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