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Wal-Mart: Der Stern sinkt, die Bären greifen an

Das sieht ja auf einmal gar nicht mehr gut aus bei Wal-Mart – es sei denn, man wäre bereits im bärischen Lager aktiv oder wartet in Ruhe darauf, dass aus kurzfristigen Short-Signalen mittelfristige würden, wofür jetzt nicht mehr viel fehlen würde. Was ist passiert mit der Aktie dieses Unternehmens, das im November meldete, man sei wider Erwarten der Skeptiker im Online-Geschäft in den USA ganz vorne mit dabei und würde den Weg von der verstaubt wirkenden Supermarktkette zum modernen, auch im Onlinehandel erfolgreichen Unternehmen meistern? Mit dieser Aktie, die daraufhin im November einen Riesensatz nach vorne machte und deutlich über die zuvor illusorisch wirkende Marke von 100 US-Dollar stieg? Zunächst war es die Korrektur am Gesamtmarkt Ende Januar/Anfang Februar, die die Aktie unter Druck setzte. Wie der US-Aktienmarkt insgesamt setzte daraufhin eine Erholung ein. Aber am 20. Februar scherte die Wal-Mart-Aktie nach unten aus. Da kamen die Ergebnisse des vierten Quartals, das bei Wal-Mart vom Kalender abweichend bis Ende Januar reicht, auf den Tisch und hierließen lange Gesichter: Die Gewinnerwartung wurde verfehlt. Das wirkte auf den ersten Blich undramatisch, immerhin hatte Wal-Mart bereinigt um Sondereffekte 1,33 US-Dollar pro Aktie verdient, nicht allzu viel weniger als die Konsens-Schätzung der Analysten von 1,37 US-Dollar. Aber:

Expertenmeinung: Die „Flüsterschätzungen“ hatten deutlich höher gelegen, denn nach den Lobpreisungen über das stark wachsende Online-Geschäft hatte man gehofft, dass da über Weihnachten ein großer Sprung nach vorne gelingen würde. Der blieb aus. Wal-Mart prognostizierte im Zuge der Veröffentlichung der Ergebnisse zwar ein Wachstum von 40 Prozent im Online-Handel, aber angesichts diese Enttäuschung saß der Zweifel tief, so dass die Aktie auch nach der ersten, negativen Reaktion weiter an Boden verlor. Das führte den Kurs an die wichtige 200-Tage-Linie, die die Aktie bisher halten kann. Knapp darunter, bei aktuell 85,25 US-Dollar verläuft die mittelfristige Aufwärtstrendlinie. Wal-Mart notiert damit also an einer immens wichtigen Auffangzone, deren Bruch den Weg nach unten freigeben würde. Zwar finden sich im Bereich 80,50/82,00 US-Dollar Zwischenhochs vom Sommer, die einen weiteren Abstieg im Prinzip bremsen könnten. Aber sollte sich herausstellen, dass an der am Donnerstag von Bloomberg kolportierten Meldung, dass Wal-Mart gemäß der Behauptung eines Ex-Managers die Umsätze im Online-Handel geschönt habe, etwas dran ist, dürfte die Aktie nach unten kaum zu halten sein. Zumal es wirkt, als habe der am Freitag absolvierte große Verfalltermin an der Terminbörse die Aktie in den vergangenen Tagen über dieser wichtigen Unterstützungszone gehalten, denn außer am Freitag selbst, an dem die Aktie genau zur Abrechnung der Optionen an den Option-Strike-Price von 90 US-Dollar heranlief, gab es untypischerweise keine Versuche, sich von der 200-Tage-Linie nach oben abzusetzen. Sollte Wal-Mart mit Schlusskursen unter 85 US-Dollar 200-Tage-Linie und mittelfristigen Aufwärtstrend brechen, wäre der Weg für die Bären frei – und so, wie sich die Aktie derzeit präsentiert, könnte das bald geschehen.

Chart vom 16.03.2018, Kurs 89,17 US-Dollar, Kürzel WMT

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