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Covestro: Mit einem Fehlstart in den DAX?

Heute ist es soweit: Covestro, Spezialchemieunternehmen und Ex-Bayer-Tochter, wird Mitglied im DAX, in der 1. Liga des deutschen Aktienmarkts. Aber so, wie die Aktie da zum Start in der Königsklasse daherkommt, macht sie wahrhaftig keinen Staat: Covestro notiert nur noch knapp oberhalb der Nackenlinie eines großen Doppeltopps. Und seit die Nachricht über den Aufstieg vom MDAX in den DAX am Abend des 5. März über die Nachrichtenticker lief, geht es, nach einem kurzen, sofort abverkauften Kurssprung, stetig abwärts. Und das, obwohl man darauf hätte hoffen können, dass diese Aufnahme die Aktie höher treiben würde, weil sie jetzt von internationalen Investoren mehr wahrgenommen wird und die großen Fonds und ETFs, deren Volumen beim DAX weitaus höher ist als bei vergleichbaren institutionellen Investoren im MDAX, die Aktie jetzt in ihre Portfolios nehmen müssen. Aber nichts dergleichen, es wirkt, als wäre die Trendwende und damit ein Fehlstart in die 1. Liga, nicht aufzuhalten. Wieso?

Expertenmeinung: Den Anlegern dürfte es nicht gefallen, dass es derzeit wirkt, als habe Covestro vorerst den Zenit des Wachstums erreicht. 2017 brachte bei Umsatz und Gewinn zwar beeindruckende Steigerungen, aber im Zuge der am 20. Februar präsentierten 2017er-Bilanz lieferte das Unternehmen eines Perspektive für das laufende Jahr ab, die nicht gerade motivierend wirkt: Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) soll in etwa auf dem 2017er-Niveau liegen, der Umsatz soll im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Bemerkenswert ist, dass die Analysten die Lage deutlich optimistischer sehen, das durchschnittliche Kursziel liegt da bei 103 Euro und damit sogar über dem bisherigen Rekordhoch. Trotz dieses nahezu vollendeten Doppeltopps sollte man Covestro daher hinsichtlich möglicher Long-Trades nicht abschreiben, schon ein Schlusskurs über 90 Euro würde das Risiko einer Abwärts-Trendwende erheblich mindern und den Weg an die Topps vom Januar und Februar bei knapp 96 Euro freigeben. Sollte die DAX-Aufnahme die Aktie aber weiterhin nicht beleben, sollte man die Supportzone 75/76 Euro im Auge behalten: Wenn diese Zone und damit auch die knapp darüber verlaufende 200-Tage-Linie brechen, würde das bereits bei Schlusskursen unter 81,50 Euro vollendete Doppeltopp noch zusätzliches Gewicht und mittelfristige Relevanz erlangen.

Chart vom 16.03.2018, Kurs 82,30 Euro, Kürzel 1COV

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