Börsenblick

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General Motors: Wo bleiben die Bullen?

Man könnte meinen, eine Aktie wie die des US-Automobil-Giganten General Motors (GM) müsste in dem aktuellen Umfeld förmlich durch die Decke gehen. Der schwache US-Dollar erleichtert den Export. Die America First-Politik der US-Regierung bevorzugt US-Unternehmen wie diesen „Klassiker“ unter den US-Unternehmen grundsätzlich … und die Drohungen des US-Präsidenten hinsichtlich möglicher Strafzölle auf Automobilimporte aus Europa müssten die Anleger hinsichtlich der dann deutlich besseren Absatzperspektive von GM doch eigentlich mit Begeisterung quittieren. Aber die Aktie strebt nicht ihren Jahreshochs zu, sondern der mittelfristigen, aus dem Sommer 2016 stammenden Aufwärtstrendlinie. Und der klägliche Versuch, sich noch oberhalb der entscheidenden Unterstützungen nach oben abzusetzen, wich zur Wochenmitte schon wieder neuem Verkaufsdruck. Wieso? Weil die Automobilverkäufe in den USA auf dem absteigenden Ast sind. Und bislang scheint nichts und niemand das aufhalten zu können. Das vierte Quartal 2017 war für GM zwar besser als erwartet, aber die meisten Analysten rechnen nicht damit, dass sich die positiven Überraschungen fortsetzen werden. Für 2018 rechnen diese im Schnitt mit einem rückläufigen Gewinn. Und diese Strafzölle haben für US-Unternehmen eben auch Nachteile:

Expertenmeinung: Es wäre möglich, dass Strafzölle auf europäische Fahrzeuge GM stützten, aber noch glauben viele, dass Trump da nur mit dem Säbel rasselt. Sich da zu sicher zu sein, dürfte wohl ein Fehler sein, aber das Problem ist: Die Strafzölle, die am Montag in Kraft treten, haben für GM erst einmal Nachteile. Denn die Aufschläge auf Stahl- und Aluminiumimporte bedeuten, dass die Preise für Stahl und Aluminium in den USA spürbar steigen – und damit für zwei für die Autoindustrie immens wichtige Rohstoffe. Wie Ökonomen bereits im Vorfeld gewarnt hatten: Das mag den US-Stahlkochern helfen, aber in anderen Industriebranchen werden die steigenden Stahlpreise Arbeitsplätze kosten – und auf die Gewinnmarge von GM drücken. Kein Wunder also, dass die Anleger hier in Moll machen und GM Anfang März im Gegensatz zum US-Gesamtmarkt ein neues Tief im Zuge des im Januar etablierten Abwärtstrends ausgebildet hat. Und sollte die vorgenannte, mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei derzeit 36 US-Dollar gebrochen werden, kann sich dieser Abstieg noch deutlich intensivieren. Würde es gelingen, die bei 40,60 US-Dollar verlaufende Abwärtstrendlinie zu bezwingen, wäre die Kuh vom Eis und der Weg nach oben erst einmal wieder frei. Aber das ist die momentan weniger wahrscheinliche Variante: Eine Aktie für die Watchlist Short!

Chart vom 15.03.2018, Kurs 37,85 US-Dollar, Kürzel GM

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