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Dow Jones: Auch die Bären können den „Punkt X“ sehen!

400 Punkte wären es, die der Dow Jones schaffen müsste, um die kurzfristige Abwärtstrendlinie zu erreichen. Nicht gerade viel. Aber es könnte dennoch ein weiter Weg sein. Denn dass es diese vom Rekordhoch Ende Januar ausgehende Linie gibt und sie zudem Anfang der Woche bestätigt wurde, indem der Index präzise dort nach unten abdrehte, macht klar: Der Weg nach oben ist jetzt steiniger als noch zu Jahresbeginn.

Die Nachrichtenlage gießt Tag für Tag mehr Wasser in den Wein der großen Erwartungen, der mit dieser im November 2016 begonnenen „Trump-Hausse“ einherging. Das Wachstum springt außerhalb des Arbeitsmarkts auch im Februar nicht recht an, trotz der US-Steuerreform. Und nicht wenige beginnen zu argwöhnen, dass diese Hausse womöglich eine Blase sein könnte und nutzen Rallyes, um Positionen abzubauen. Die aggressive Wirtschaftspolitik des Weißen Hauses lässt zudem befürchten, dass der Präsident die US-Wirtschaft in einen Handelskrieg hineinzieht, den diese nicht will … und dass diese Politik für die USA zum Bumerang wird.

Und in den letzten Tagen scheinen aus einigen Zweiflern aktive Bären geworden zu sein, denn dass der Dow innerhalb seiner Flaggen-Formation zuletzt keine Anstalten machte, an deren obere Begrenzung zu laufen, sondern genau auf Höhe der Januar-Abwärtstrendlinie nach unten abgewiesen wurde, deutet auf aktives Short-Trading hin. Dass der Index damit schon wieder genau an der unteren Begrenzung dieser Formation angekommen ist, die er gerade erst zu Monatsbeginn verteidigt hatte, ist aus Sicht der Bullen ganz und gar nicht gut. Und dass der Versuch, sich am Donnerstag von dieser Linie aus nach oben abzusetzen, klar unter Tageshoch endete, dürfte dem bärischen Lager Mut machen, zuzuschlagen, wenn der Weg frei wird. Wann wäre das?

Ab jetzt jederzeit. Denn dass es der Nasdaq 100 als einziger der großen US-Indizes an das oberen Ende der Handelsspanne geschafft hat, macht deutlich: Der Wunsch, die heute anstehende Abrechnung der Optionen und Futures am Terminmarkt so hoch wie möglich ablaufen zu lassen, war da, nur ist es eben beim Dow Jones nicht gelungen, sich durch den oberhalb von 25.000 Punkten stärker werdenden Abgabedruck zu kämpfen. Doch wenn dieser Verfalltermin ab Montag über die Bühne ist, was würde den Index in diesem zusehends problematischen Umfeld, das zudem noch von steigenden Zinsen begleitet wird, halten? Diese Frage stellen sich auch die Bären. Und ihre Antwort lautet natürlich: gar nichts.

Chart vom 15.03.2018, Kurs 24.873,66 Punkte, Kürzel INDU

Und auch die Bären können sehen, was aus Sicht des bullischen Lagers auf gar keinen Fall passieren darf. Sollte diese Flagge auf Schlusskursbasis nach unten verlassen werden, dürfte das Zwischentief von Anfang März bei 24.220 Punkten wohl keine allzu massive Unterstützung bieten. Dann geht es gleich ums „Ganze“: Zunächst um die bei 23.680 Punkten verlaufende mittelfristige Aufwärtstrendlinie, vor allem aber um das um das bisherige Jahrestief bei 23.361 Punkten. Und der Chart auf Wochenbasis zeigt, dass dort mittlerweile auch die 200-Tage-Linie angekommen ist. 1.600 Punkte bis zum „Punkt X“, dessen Bruch den Weg an die untere Begrenzung des Anfang 2016 entstandenen Aufwärtstrendkanals bei 22.200 Punkten freigeben würde. Ein Angebot, das die Bären womöglich nicht ablehnen würden.
Chart vom 15.03.2018, Kurs 24.873,66 Punkte, Kürzel INDU

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