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Sartorius: Problemzone erreicht!

Die Aktie des im TecDAX notierten Waagen- und Labortechnikproduzenten Sartorius lag im zweiten Halbjahr 2017 wie Blei im Regal potenzieller Kaufkandidaten. Kaum jemand interessierte sich für die Aktie. Doch mit Beginn des neuen Jahres wurde das schlagartig anders. Gegenüber dem letzten Kurs 2017 hat Sartorius in der Spitze schon 55 Prozent zugelegt. Und rein charttechnisch betrachtet sehen wir hier einen absolut perfekten Aufwärtstrend: Neue Allzeithochs werden von Konsolidierungen abgelöst, die aber zügig aufgekauft und in erneute Hochs verwandelt werden. Den Leitstrahl des Aufwärtstrends stellt dabei die 20-Tage-Linie. Das wirkt, als könnte es ewig so weitergehen. Aber das ist zu bezweifeln, wenn man einen Blick auf den fundamentalen Unterbau dieser Hausse wirft. Denn die Zahlen, die Sartorius am 31. Januar für 2017 präsentierte, waren zwar stark und die Perspektive für 2018 vielversprechend. Aber diese Rallye ist in Relation zu den zu erwartenden Umsatz- und Gewinnsteigerungen aus dem Ruder gelaufen. Damit bewegt sich die Aktie hinsichtlich ihrer Bewertung in der Problemzone – und damit in einem Bereich, in dem der Blick besser vor allem nach unten gerichtet werden sollte.

Expertenmeinung: Für 2018 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzzuwachs zwischen neun und zwölf Prozent. Gleichzeitig soll die Profitabilität zulegen. Was hieße, aus dieser Umsatzperspektive ließe sich ein Gewinnanstieg von zwanzig Prozent, vielleicht sogar etwas mehr machen – wenn die Planungen auch eintreffen. Das ist natürlich positiv. Aber durch diese immense Rallye bewegt sich die Sartorius-Vorzugsaktie derzeit bei einem Kurs/Gewinn-Verhältnis um 50. Das ist in Relation zu diesem möglichen Gewinnwachstum ungewöhnlich hoch, erinnert an Technologieaktien der Nasdaq. Sartorius verkündete zwar Ende Februar, man habe vor, den 2017 noch bei 1,4 Milliarden Euro gelegenen Umsatz bis 2025 auf vier Milliarden zu steigern. Aber niemand kann so weit in die Zukunft vorausplanen – weshalb die Analysten auch keineswegs einhellig überzeugt sind, dass die Aktie auf dem derzeitigen Niveau noch viel Luft nach oben hat. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt derzeit bei etwa 101 Euro und damit über 15 Prozent unterhalb des aktuellen Kurses. Da kann also leicht auch mal Luft aus der Aktie gelassen werden. Solange dieser Trend weiterhin überzeugt, kann man ihn natürlich mitnehmen. Aber es würde sich unbedingt anbieten, einen Stoppkurs zu platzieren, der mit einem „Respekt-Abstand“ von etwa zwei Euro unterhalb des Leitstrahls der Hausse in Form der 20-Tage-Linie angesiedelt werden könnte und regelmäßig nach oben angepasst werden sollte.

Chart vom 14.03.2018, Kurs 120,30 Euro, Kürzel SRT3

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