Börsenblick

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Apple: Wenn zu viele an eine Einbahnstraße glauben …

Am Montagabend konstatierte ein in den USA bekannter Technischer Analyst, dass das Erreichen eines neuen Schlussrekords bei der Apple-Aktie ein klares Signal sei, dass Apple jetzt einen größeren Aufwärtsimpuls gestartet habe. Und das, obwohl die Aktie im Dezember ebenso wie im Januar jeweils knapp neue Hochs erreichte und danach korrigierte. Und obwohl dieser Analyst die rote Hausse-Begrenzungslinie, die auch wir in diesem Chart über diese vorherigen Hochs seit November gezogen haben, ebenfalls in seinem Chart hatte. Er ging einfach davon aus, dass bei einer Aktie wie Apple das Erreichen eines Widerstands bedeutet, dass man ihn als schon so gut wie bezwungen ansehen kann: brandgefährlich! Je länger ein Aufwärtstrend anhält, desto mehr Marktteilnehmer sind sich sicher, dass man diese Tendenz einfach mit dem Lineal in die Zukunft verlängern könne. Das nimmt charttechnische Analysten und fundamentale Analysten nicht aus. Und natürlich könnte Apple diese „letzte Hürde“ in der Tat überwinden und in Richtung 200 US-Dollar steigen, wo dann der Effekt der runden Marke wieder Gewinnmitnahmen auslösen könnte. Aber es muss eben nicht so kommen. Und je mehr an eine Einbahnstraße glauben, desto hektischer geht es zu, wenn die Akteure erkennen, dass sie mit Zitronen gehandelt haben.

Expertenmeinung: Die wachsende Skepsis über die Zukunft des iPhone X und die ausgerechnet im wichtigen Weihnachtsquartal verfehlte Erwartung der Analysten hinsichtlich der Verkaufszahlen der „Cash Cow“ iPhone sollten eigentlich vorsichtig stimmen, zumal der jüngste Anstieg der Aktie vor allem darauf basierte, dass die Marktteilnehmer sich auf die Schwergewichte der Nasdaq fokussierten, um den Index höher zu tragen – genau das Szenario einer Überbewertung der Blue Chips, vor dem Goldman Sachs noch im vergangenen Juni gewarnt hatte. Aus demselben Grund wie heute: Gefährlich viele Investoren sind sich sicher, dass ihnen absolut nichts passieren kann und jeder Rücksetzer nur eine Einstiegschance sein werde. Dass die Apple-Aktie am Dienstag an dieser oberen Begrenzungslinie der bisherigen Hochs drehte und von einem neuen Verlaufsrekord (183,50 US-Dollar) ausgehend einen Intraday-Turnaround vollzog, sollte Warnung genug sein. Falls dieses Minus Anschlussverkäufe sieht, wäre ein Unterschreiten des super-steilen Februar-Aufwärtstrends wohl noch nicht gravierend, diese Linie ist zu steil, um dauerhaft halten zu können. Aber sollte die momentan bei 175 US-Dollar zügig steigende 20-Tage-Linie fallen, wäre das ein Signal, um über das Mitnehmen der Gewinne auf der Long-seite und einen Wechsel ins Lager der Bären nachzudenken.

Chart vom 13.03.2018, Kurs 179,97 US-Dollar, Kürzel AAPL

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