Börsenblick

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RWE: Gestern der große Coup, heute die Bilanz!

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: In einem ein wenig komplizierten, aber durchdachten Prozess sollen sich die beiden großen Energieversorger RWE und E.ON jeweils stärker, weil klar strukturierter aufstellen, indem sie einzelne Bereiche untereinander austauschen und nebenher hierfür noch die RWE-Tochter innogy „zerlegen“. E.ON kauft von RWE die 77 Prozent, die der Versorger noch an seiner Tochter hält, während RWE zugleich eine 17 Prozent-Beteiligung an E.ON bekommen würde. RWE übernimmt große Teile von E.ONs Aktivitäten in den erneuerbaren Energien, E.ON verstärkt sich durch die Einverleibung von der durch RWE zu innogy ausgelagerten Netzsparte. Vorausgesetzt, das Bundeskartellamt würde grünes Licht geben, würden beide Konzerne dadurch jeder für sich schlagkräftiger, weil einzelne Sparten vergrößert würden und zugleich das Konkurrenzproblem verringert würde. Hinzu kommt, dass die Anleger erfreut sein dürften, dass RWE so das Thema der Tochter innogy insgesamt vom Tisch hat, immerhin hatte man dort zuletzt nicht gerade glücklich agiert, so dass viele innogy als „Bremsklotz“ ansahen. Damit nicht genug, mutmaßt das Handelsblatt, RWE würde zugleich darüber nachdenken, die Kraftwerke der EnBW zu übernehmen. All das löst Kursphantasie aus – aber nicht nur das:

Expertenmeinung: Heute kommen auch noch die Zahlen für 2017 und, wichtiger noch, die Einschätzung des Unternehmens zum laufenden Jahr 2018 auf den Tisch! Zu Redaktionsschluss waren diese Zahlen noch nicht bekannt, aber sie haben jetzt wegweisenden Charakter: Entweder wird der gestrige Kurssprung als Reaktion auf die RWE-E.ON-innogy-Aktion zementiert und die Aktie steigt weiter – oder aber man stapelt seitens der Konzernführung tief, gibt sich eher vorsichtig und defensiv. In diesem Fall wäre zu vermuten, dass die Marktteilnehmer die Situation nutzen würden, um Gewinne mitzunehmen. Worauf gilt es jetzt im Chart zu achten, wo liegen die entscheidenden Ankerpunkte? In dieser Hinsicht stellt sich das Bild deutlich weniger kompliziert das als in Bezug auf diese jetzt angeschobene Umstrukturierung: Die Reaktion auf diese Entwicklung führte am Montag zu einem markanten Aufwärts-Gap, das den Kurs gleich zum Handelsstart über die durch die 200-Tage-Linie verstärkte Widerstandslinie bei 19 Euro führte. Diese Zone darf nicht wieder unterboten werden. Denn würde die Aktie beginnen, diese bis 18 Euro hinunter reichende Kurslücke zu schließen, wäre es unwahrscheinlich, dass es zügig zu einem erneuten Aufwärtsimpuls käme, immerhin lägen ab heute vorerst alle „good news“ inklusive Bilanz und 2018er-Perspektive auf dem Tisch. Auf der Oberseite würde die Chance auf eine markante Verlängerung des Kurssprungs deutlich steigen, wenn das Dezember-Zwischenhoch bei 20,90 Euro auf Schlusskursbasis bezwungen wurde. Der heutige Tag wird also erneut Weichen stellen!

Chart vom 12.03.2018, Kurs 19,65 Euro, Kürzel RWE

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