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Netflix: Gerade jetzt muss man besonders aufpassen!

Die Hausse nährt die Hausse … diese Börsenweisheit findet derzeit in der Netflix-Aktie ein Paradebeispiel. Netflix hatte Ende Januar starke Quartalszahlen vorgelegt und eine optimistische Prognose für 2018 vorgelegt: Schnelleres Abonnentenwachstum werde eine noch rasantere Expansion ermöglichen, so der Grundtenor. Die Netflix-Aktie, die das Jahr 2017 knapp über 200 US-Dollar und damit nahe des bis dahin geltenden, aus dem Oktober stammenden Rekordhochs von 204 US-Dollar beendet hatte, stieg bereits im Vorfeld dieser am 22. Januar präsentierten Quartalsbilanz und quittierte diese Perspektiven mit einem Kurssprung, der das Papier am Folgetag auf 250 US-Dollar trug. Aber seither ist der Kurs noch weitere 30 Prozent gestiegen, beendete die Woche mit 331,44 US-Dollar auf einem neuen Rekordhoch – wieso? Weil eine rasant steigende Aktie immer weitere Käufer anzieht, die immer bedenkenloser einsteigen, weil sie einfach unterstellen, dass es für diese Hausse schon gute Gründe geben müsse, ansonsten würden die „anderen“ ja nicht kaufen. Denken indes alles so, bewegt sich eine solche Rallye natürlich auf dünnem Eis, zumal:

Expertenmeinung: Dass die Analysten bei Netflix permanent ihre Kursziele anheben ist, nachdem es seit Ende Januar keine neuen Zahlen und Fakten gibt, vor allem eine Reaktion auf den Anstieg der Aktie: Man will bei einer solchen Dynamik nicht mit einem Kursziel dastehen, das längst überwunden ist. Was mit jedem neuen, noch höheren Kursziel neue Käufe auslöst, so dass hier ein scheinbares „Perpetuum Mobile“ entstanden ist: die Hausse nährt die Hausse. Solange die unternehmerischen Perspektiven bullisch bleiben, kann das gutgehen, denn wächst ein Unternehmen schneller als erwartet, lässt es sich leicht unterstellen, dass es womöglich in Zukunft noch viel schneller wächst. Aber was hier durch die hypnotische Wirkung der Hausse völlig unter den Tisch fällt ist, dass sich Netflix im Mediensektor bewegt, einem volatilen Umfeld, in dem Abonnenten unter Umständen genauso schnell wieder gehen, wie sie zuvor kamen. Hier wird gerade ein Szenario eingepreist, welches das „best case szenario“ noch toppt. Und das ist gewagt, umso gewagter, weil sich viele dessen gar nicht bewusst sind. Kämen hier Zahlen, die auch nur „okay“ sind, kann eine solche Aktie blitzschnell zehn, zwanzig Prozent wegbrechen, daher: Ja, Netflix ist klar bullisch, wenngleich die negative Divergenz des mit eingeblendeten RSI-Indikators, bei dem das neue Hoch der Aktie nicht durch ein eigenes neues hoch bestätigt wird, auch markttechnisch zur Vorsicht mahnt. Aber hier ohne Fallschirm unterwegs zu sein, wäre leichtfertig. Zumindest die derzeit bei 290 US-Dollar zügig dem Kurs hinterher laufende 20-Tage-Linie sollte Anhalt für einen Stop Loss sein. Sehr spekulative Long-Trades könnten/sollten sogar knapp unter dem Donnerstags-Tief von 314 US-Dollar abgesichert werden.

Chart vom 09.03.2018, Kurs 331,44 US-Dollar, Kürzel NFLX

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