Börsenblick

Zurück August Weiter
Zurück 2018 Weiter

Charter Communications – Die Gerüchteküche brodelt

Charter Communications ist einer der größten US-Kabelbetreiber mit über 27 Mio. Kunden. Das Angebot umfasst ein weites Spektrum, dazu gehören auch Video on Demand sowie Pay-per-View und zahlreiche werbebasierte Onlineservices.

Charter Communications macht keinen Gewinn?

In den zurückliegenden zehn Jahren stieg der Umsatz von 6,0 auf 41,5 Mrd. USD und das bei anhaltend hohen Margen. Der Bruttogewinn lag im zurückliegenden Geschäftsjahr beispielsweise bei über 20 Mrd. USD, das operative Ergebnis bei über 4,0 Mrd. USD.
Dennoch hat Charter in den letzten zehn Jahren fast durchweg einen kleinen Verlust ausgewiesen.
Das erklärte Ziel des Vorstands ist es, den berichteten Gewinn möglichst gering zu halten. Von Steuern hält das Unternehmen nicht viel. Eigentlich eine absolut sinnvolle Vorgehensweise, im Normalfall von den Aktionären aber nicht gerade honoriert. Diese Vorgehensweise erinnert stark an Amazon oder Tencent.

Die absolut positive Entwicklung des Unternehmens ist auch ohne Gewinn im steuertechnischen Sinn unbestreitbar. Der Umsatz hat sich in zehn Jahren mehr als versechsfacht, der Buchwert ist von 14,24 auf 163,87 USD je Aktie gestiegen. Der freie Cashflow ist von unter null auf über 4,0 Mrd. USD geklettert.

Liebling der Großinvestoren

Anleger, die sich etwas eingehender mit den Unternehmenszahlen beschäftigen, bemerken diesen Umstand. Gerade bei Valueinvestoren ist der Wert seit jeher gefragt.
Vor Kurzem habe ich einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht, von den knapp 60 ausgewerteten Großinvestoren sind gleich sieben investiert. Teilweise mit einer erheblichen Gewichtung im Depot, bei TCI macht Charter Communications zum Beispiel über 20% des Portfolios aus.

Den vollständigen Artikel zum Thema finden Sie hier:
Welche Aktien kaufen Warren Buffett und Co.? – Börsen-Gurus und ihre Strategien für Investitionen

Die Gerüchteküche brodelt

Unbestätigten Berichten zufolge könnte Softbank derzeit Aktien von Charter Communications kaufen, um eine Fusion mit der eigenen Tochter Sprint voranzutreiben. Im Vorjahr war eine Fusion zwischen Sprint und T-Mobile US geplatzt. Seitdem scheint Softbank auf der Suche nach einer anderen strategischen Option zu sein. Charter Communications war in diesem Zusammenhang bereits im Gespräch, nun verdichten sich die Hinweise, dass Softbank inzwischen knapp 5% der Aktien über die Börse gekauft hat.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie ist klar bullisch und gehört zu den Outperformern am US-Markt. Mit dem Ausbruch über 350 USD ist es zu einem Kaufsignal gekommen. Oberhalb von 370 USD ist der Weg in Richtung 395 und 400 USD frei. Sollten sich die Gerüchte als richtig herausstellen, könnte es zeitnah noch deutlich höher gehen.

20180312-charter-communications-die-geruechtekueche-brodelt

Auch interessant:

Ist der russische Markt jetzt für Anleger interessant? Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
Dax: Klares Warnsignal | LYNX Marktkommentar
Streik bei Ryanair- Jetzt in Airlines investieren? Interview mit Oliver Roth | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN