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Aixtron: Zu viel Dampf unter dem Kessel?

Aixtron ist ein Anlagenbauer, der Beschichtungsanlagen für die Halbleiterindustrie herstellt. Es ist ein volatiles Geschäft, Zulieferer für eine ohnehin schon sehr konjunktursensible Branche zu sein. Doch nachdem man 2016 nach einer geplatzten Übernahme noch dachte, Aixtron alleine werde nicht überleben, wandelte sich das Bild. 2017 verbesserte sich die Lage sehr deutlich, 2018 soll ein solider Gewinn erreicht werden. Darauf spekulierten diejenigen, die in diese Aktie, die zur Jahreswende 2016/2017 noch um drei Euro notierte, über das Jahr 2017 hinweg einstiegen. Entscheidend würde sein, wie man bei Aixtron die Perspektive für das neue Jahr 2018 sehen würde, das war den Beteiligten klar. Die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2017 und die mit Hochspannung erwarteten Unternehmens-Prognosen für 2018 kamen am 27. Februar – und lösten einen Kurssprung aus. Zu Recht?

Expertenmeinung: Genau da liegt des Pudels Kern, denn die Antwort kann nur lauten: vielleicht. Und das ist für die derzeitige Rallye eine problematische Antwort. Das „Vielleicht“ basiert darauf, dass Aixtrons Prognose sehr viel Raum ließ. Der Umsatz soll zwischen 230 und 260 Millionen Euro liegen. 230 Millionen waren bereits 2017 erreicht worden, so gesehen bewegt man sich da in einer Spanne von null bis 13 Prozent Umsatzzuwachs. Und die EBIT-Marge wird zwischen fünf und zehn Prozent erwartet. Das wirkt noch als zusätzlicher Hebel, so dass man hier ein Gewinn avisiert wurde, der ebenso gut unter der derzeitigen, durchschnittlichen Analystenprognose von 0,16 Euro pro Aktie liegen kann wie darüber. Die Anleger setzen auch hier, wie bei derzeit vielen Technologietiteln, auf das „best case szenario“. Die Aktie verließ die kurze Konsolidierungsspanne, die sich nach dem Kurssprung als Reaktion auf die Bilanzdaten ergeben hatte, mit einem neuen, mehrjährigen Hoch nach oben. Da ist viel Dampf unter dem Kessel, vorsichtige Gemüter würden das bereits als zu viel ansehen. Der Ausbruch nach oben ist rein charttechnisch betrachtet natürlich bullisch, aber enge Stoppkurse sind hier ebenso eine nötige Vorsichtsmaßnahme wie ein überschaubarer Kapitaleinsatz!

Chart vom 09.03.2018, Kurs 17,56 Euro, Kürzel AIXA

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