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TecDAX: Das sieht stark aus, aber Vorsicht …

Ein beeindruckendes Plus von 2,42 Prozent am Donnerstag, das zugleich den deutlichen Sprung über die wichtige, am Mittwochabend angelaufene Charthürde von 2.600 Punkten bedeutete, das wirkt, als sei das Thema einer Korrektur für den TecDAX vom Tisch und der Anstieg über die bisherigen Jahreshochs bei 2.726 Punkten reine Formsache. Und ja, es der für neue Hochs nötige Schwung wäre da, er muss nur noch für ein paar Tage erhalten bleiben. Aber dessen sollte man sich nicht gar zu sicher sein. Denn was wären grundsätzliche Triebfedern, die den Index voranbringen würden? Ein fallender Euro zum US-Dollar, eine wachstumsfreundliche Notenbankpolitik, eine weiter steigende Wall Street und da vor allem steigende Kurse beim großen Pendant Nasdaq 100 und/oder starke Quartalsbilanzen und Perspektiven. Sind diese Voraussetzungen gegeben? Teilweise ja, aber nicht durch die Bank. Die EZB-Pressekonferenz am Donnerstag brachte keine echten Neuigkeiten. Der Euro kam leicht zurück, notiert aber weiterhin weit über der für eine mögliche Trendwende nach unten entscheidenden Zone 1,2092/1,2205 US-Dollar. Die Nasdaq legt ebenfalls zu, ist in Schlagdistanz zum bisherigen, Ende Januar erreichten Rekordhoch, verliert derzeit aber an Schwung. Und die Unternehmensdaten?

Da sehen wir derzeit eine erstaunlich wohlwollende Interpretation meist eher vager Umsatz- und Gewinnperspektiven. Ob zuletzt bei Siltronic, Wirecard oder Aixtron, die Marktteilnehmer sehen im Zweifel bei oft sehr konjunktursensiblen Unternehmen das „best case szenario“. Das wirkt angesichts der sich zuziehenden Wolken über den Handelsbeziehungen der USA zum Rest der Welt gewagt. Und auch, was die Charttechnik angeht, ist hier noch kein trittfester Boden vorhanden. Es ist zwar nicht üblich, dass die Korrektur eines Abwärtsimpulses an oder nahe an das vorherige Hoch führt, aber das kommt durchaus vor. Und wenn Sie sich den Chart des TecDAX ansehen, stellen Sie fest, dass die Ende August etablierte und Anfang Februar gebrochene Aufwärtstrendlinie Ende Februar als Widerstand diente. Es spricht noch nichts dagegen, dass sie diese Funktion auch jetzt noch hat. Die beiden Aufwärts-Wendepunkte von Anfang Februar und Anfang März liegen dabei nahezu präzise in einem Winkel, der dem Steigungswinkel dieser Aufwärtstrendlinie entspricht, so dass wir hier die Struktur einer ausgeprägten, aber dennoch grundsätzlich nur den Abwärtsimpuls konsolidierenden Flagge sehen. Was hieße: Dem Braten sollte man, wenn man vorsichtig agiert, besser erst trauen, wenn diese alte August-Trendlinie, derzeit bei 2.674 Punkten, auf Schlusskursbasis eindeutig (zehn Punkte Abstand oder mehr) überwunden wurde, was wiederum hieße: Am besten wartet man mit Long-Positionen, die über den kurzfristigen Trading-Horizont hinausgehen sollen, bis das bisherige Jahreshoch überboten wurde und der TecDAX wirklich aus charttechnischer Sicht nach oben frei wäre.

Chart vom 08.03.2018, Kurs 2.658,38 Punkte, Kürzel TDX

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