Börsenblick

Zurück August Weiter
Zurück 2018 Weiter

Daimler: Mit einem Bein über dem Abgrund

Die Nervosität bei den Daimler-Aktionären ist mit Händen zu greifen. Und sie ist nachvollziehbar. Allzu üppig fielen die Wachstumsperspektiven für das Jahr 2018 ja nicht aus. Um da noch mehr herauszuholen, müsste der Euro vor allem zum US-Dollar nachhaltig nach unten drehen und die Rahmenbedingungen optimal sein. Und bei beidem sieht es derzeit nicht so aus, als ließe sich darauf ernsthaft hoffen. Der Euro mag zum US-Dollar momentan leicht nachgeben, aber von einer echten, den Export der Eurozone-Unternehmen stützenden Wende ist nichts zu sehen. Die USA halten weiterhin erfolgreich den Daumen auf den gedrückten US-Dollar, denn er bietet den US-Unternehmen Vorteile, die man gerne zementieren würde. Und was die Rahmenbedingungen angeht, ist die unnachgiebige Haltung des US-Präsidenten, der in Bezug auf die Handelsbeziehungen der USA allen Warnungen trotzt, ein immenses Risiko. Denn dass Donald Trump wohl kaum Hemmungen haben wird, die Strafzölle auch auf europäische Automobilimporte auszudehnen, falls sich Europa seine Aktivitäten nicht gefallen lassen und dagegenhalten sollte, wird von Tag zu Tag deutlicher. Kein Wunder also, dass die Daimler-Aktie nicht von der Aufwärts-Reaktion des DAX profitieren konnte und weiterhin mit einem, eher sogar mit anderthalb Beinen über dem Abgrund schwebt.

Expertenmeinung: Sie sehen im Chart, dass die Aktie in einem klaren, durch die 20-Tage-Linie verstärkten und gerade erst zur Monatswende bestätigten Abwärtstrend verläuft. Diese Hürde liegt derzeit bei 70 Euro. Würde es gelingen, sie zu überwinden, wäre die Kuh vom Eis und der Weg nach oben erst einmal frei. Aber das ist momentan die weniger wahrscheinliche Variante, zu lange schon ringen die Akteure damit, die so wichtige Unterstützungszone 67,65/68,25 Euro sowie die direkt dort verlaufende 200-Tage-Linie zu verteidigen, ohne dass etwas Zählbares dabei herauskäme. Und je länger sich das hinzieht, desto dünner werden die Nerven der Bullen. Würde diese Zone mit Schlusskursen unter 66 Euro hinreichend deutlich gebrochen, wäre dadurch eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollendet, deren rechnerisches Kursziel im Bereich der Tiefs vom vergangenen August bei 59 Euro läge. Eine Konstellation, die womöglich bereits heute eine Entscheidung sieht und die man dementsprechend im Auge behalten sollte.

Chart vom 08.03.2018, Kurs 67,88 Euro, Kürzel DAI

Auch interessant:

Sommerflaute an den Börsen – Nicht mit Optionen! Webinar 16.08.18 Claudia Jankewitz | LYNX
"Negativer DAX-Trend: Unterstützung muss halten" - Interview mit Arthur Brunner | LYNX fragt nach
Ist der russische Markt jetzt für Anleger interessant? Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN