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MDAX: Korrekturziel erreicht – kommt die nächste Verkaufswelle?

Der MDAX, der die 50 größten deutschen Aktien nach den 30 des DAX abbildet, wird auch gerne „Index der Exportweltmeister“ genannt. Hier tummeln sich in der Tat immens viele Anlagen- und Maschinenbauer oder Autozulieferer, die sehr konjunktursensibel sind und darüber hinaus auf ungünstige Veränderungen der Wechselkurse empfindlich reagieren.

Viel ungünstiger als im Jahr 2017 konnte es da nicht laufen, immerhin hatte der Euro in der Spitze um die 20 Prozent zum US-Dollar zugelegt und die Waren der Unternehmen im Ausland damit verteuert oder, wenn diese die Preise beibehielten, die Gewinnmargen markant gedrückt. Das hatte sich auch in nicht gerade wenigen Bilanzen zum dritten und vierten Quartal 2017 niedergeschlagen. Trotzdem, die Bullen blieben so lange eisern optimistisch, bis die Ergebnisse des vierten Quartals, die ab Mitte Januar langsam eintrudelten, deutlich machten: Die Belastung durch den festen Euro ist keine Eintagsfliege. Jetzt kommt ein weiteres Problem hinzu: Die US-Regierung könnte die Karte von Strafzöllen häufiger und weitreichender ziehen als zuvor gedacht. Auch das würde die vielen exportorientierten Unternehmen im MDAX treffen. Und da viele der bereits vorliegenden Perspektiven für das angelaufene Jahr zudem deutlich machen, dass an Gewinnsteigerungen wie im Vorjahr nicht zu denken ist, wird der Weg nach oben steinig, das Risiko nach unten zugleich immer größer.

Da wäre es für das bullische Lager äußerst hilfreich gewesen wenn es gelungen wäre, den am Freitag vollzogenen Bruch der wichtigen Unterstützungslinie bei 25.750 Punkten und der zudem dort verlaufenden 200-Tage-Linie rasant auszukontern und so in eine Bärenfalle zu verwandeln. Aber das ist am Dienstag erst einmal gescheitert. Sie sehen im Chart auf Tagesbasis, dass der MDAX am Montag eine Gegenbewegung gestartet hatte, die dazu führte, dass der Dienstag mit einer Kurslücke nach oben begann. Aber dann kam nicht genug nach, überzeugende Anschlusskäufe blieben aus. Das führte dazu, dass anfängliche Tagesgewinne abverkauft wurden und der Index im Bereich des Eröffnungskurses schloss. Dabei hatte das Tageshoch genau auf Höhe der Zwischentiefs vom Oktober und Dezember um 25.940 Punkte gelegen. Ein Widerstand, den man zusammen mit dem Bereich 25.750 Punkte als typische Zielzone einer Gegenbewegung nach dem Bruch der 200-Tage-Linie sehen durfte. Dass der Index da abgewiesen wurde, bedeutet für die Bären einen Matchball:

Chart vom 06.03.2018, Kurs 25.735,11 Punkte, Kürzel MDAX

Sollte es ihnen gelingen, den Index bis zum Wochenende wieder deutlicher unter die 200-Tage-Linie zu drücken, wäre diese Gegenreaktion als trendbestätigender Pullback zu werten und würde weiteren Abgaben Rückenwind verleihen. Deren Kursziel wäre auf kurzfristiger Ebene die Unterstützungszone 24.220/24.430 Punkte. Aber betrachtet man sich den MDAX etwas langfristiger auf Wochenbasis, wird deutlich: Da steht noch mehr auf dem Spiel. Denn würde der Index das bisherige Jahres- und Korrekturtief bei 24.808 Punkten durchbrechen, wäre damit auch die längerfristige, Anfang 2016 etablierte Aufwärtstrendlinie gebrochen, was den Abwärtsspielraum über die Zone 24.220/24.430 Punkte hinaus bis 21.500/22.000 Punkte als mittelfristiges Kursziel ausweiten würde.

Chart vom 06.03.2018, Kurs 25.735,11 Punkte, Kürzel MDAX

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