Börsenblick

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Volkswagen Vz.: Holding kontra Trump

Die Handelsspanne der Volkswagen Vorzugsaktie war am Montag zwar nicht gerade riesig, aber das lag nicht daran, dass dieser Tag langweilig gewesen wäre – im Gegenteil. Nur hielten sich die Kräfte, die die Aktie drückten und diejenigen, die sie zogen, für den Moment im Gleichgewicht. Das kleine Minus von 0,14 Prozent bewegte sich außerhalb des DAX-Index. Der drehte aus dem Minus ordentlich ins Plus, VW hingegen blieb zwischen zwei Stühlen: Einerseits machte die Drohung des US-Präsidenten nervös, bei einem aus seiner Sicht unangemessenen Widerstand gegen seine Strafzölle auch auf europäische Kfz-Importe Strafzölle zu erheben. Allerdings sind die USA für Volkswagen seit Jahren kein Gewinnbringer, seit dem Diesel-Skandal erst recht nicht. Sich dort dann zurückzuziehen, wie es im Verlauf der juristischen Auseinandersetzungen ohnehin als gedankliche Option existierte, wäre kein echter Beinbruch. Und als Gegengewicht diente zudem die Nachricht, der Konzern könnte die Truck & Bus-Sparte in eine eigenständige Aktiengesellschaft umwandeln.

Expertenmeinung: Das klingt nach Holding-Struktur, nach einem Börsengang dieses Bereichs und damit nach der mit Holdings immer in Verbindung gebrachten, höheren Bewertung: Die einzelnen Teile werden als mehr wert erachtet als das vorherige Ganze. Ob ein Börsengang eines solchen Unternehmens dann wirklich bald erfolgt, ist zwar fraglich. Aber grundsätzlich würden solche Holding-Strukturen eine straffere Führung ermöglichen, die einzelnen Bereiche effektiver machen. Grundsätzlich eine positive Nachricht – aber erstens noch nicht sicher und zweitens nicht unmittelbar bevorstehend. Gleiches gilt für diese Trump-Drohung: Mehr als eine in den Raum geworfene Aussage war das bislang nicht. Also endete der Tag mit einem Unentschieden, aber mit erhöhter Spannung und Wachsamkeit der Akteure. Was alleine aufgrund der charttechnischen Lage auch angebracht ist, denn die Aktie kann binnen kürzester Zeit einen Befreiungsschlag vollziehen, indem sie knapp über der jetzt nahe gekommenen 200-Tage-Linie dreht und den Kreuzwiderstand aus der 20-Tage-Linie und der Januar-Abwärtstrendlinie durch Schlusskurse über 164 Euro bezwingt. Oder aber diese 200-Tage-Linie, derzeit bei 150,40 Euro, fällt, danach noch die wichtige Auffangzone bei 146/147 Euro – und der Weg nach unten wäre frei. Die Ankerpunkte für die Trader wären somit klar, die Entscheidung kann jederzeit fallen!

Chart vom 05.03.2018, Kurs 153,54 Euro, Kürzel VOW3

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