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Siltronic: Der Ausbruch kommt näher … aber in welche Richtung?

Was für ein Wechselbad der Gefühle. Am Freitag war die Aktie des Wafer-Herstellers Siltronic mit fünf Prozent ganz weit oben in der Liste der TecDAX-Verlierer, am Montag führte sie auf einmal mit +7,6 Prozent die Gewinnerliste an. Aber war das schon die Entscheidung zu Gunsten eines Befreiungsschlags nach oben? Das ist noch nicht entschieden, denn dieses Plus war zeitweise noch viel größer gewesen, hatte im Tageshoch über zwölf Prozent ausgemacht. Das war also ein Schwenk nach oben, der in einen kleineren Schwenk nach unten mündete und damit klar machte: Hier passiert jetzt etwas – aber noch sollten Trader beide Richtungen im Auge behalten. Basis dieser Achterbahnfahrt: Am Freitag war es der massiv abrutschende Gesamtmarkt, der die Siltronic-Aktie einfach „mitnahm“. Am Montag komplettierte das Unternehmen die am 1. Februar veröffentlichten, vorläufigen Ergebnisse des Jahres 2017, vor allem aber die Perspektive für das neue Jahr: Nach der Aussage Anfang Februar, dass mit einem Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich gerechnet werde, hieß es jetzt, man erwarte trotz des starken Euro einen Umsatz von deutlich über 1,3 Milliarden Euro. Auf Basis des 2017er-Umsatzes von 1,177 Milliarden wäre das ein Umsatzplus von mindestens zehn Prozent. Das war also nicht neu, aber:

Expertenmeinung: Was gefiel, war die Aussage, dass die Gewinnmarge nahe bei 40 Prozent und damit deutlich über den 30 Prozent des Jahres 2017 liegen werde. Das hieße, das EBITDA, d.h. der Gewinn vor Steuern und Zinsen, auf den sich die Margenprognose bezieht, könnte um die 50 Prozent über dem Gewinn des Jahres 2017 liegen, bei mehr als 1,3 Milliarden Umsatz wären es entsprechend mehr. Das führte zu abrupten Käufen. Warum aber dann die Gewinnmitnahmen? Weil einige Marktteilnehmer offenbar einen Blick auf die Analystenprognosen warfen und erkannten: Dort rechnete man auch vor diesen Zahlen mit einem Gewinnanstieg von etwa 60 Prozent für 2018. Eigentlich war all das also nichts, was hätte überraschen müssen. Damit bleibt offen, ob Siltronic die am Freitag schon wieder nahe gekommenen, entscheidenden mittelfristigen Unterstützungen im Bereich zwischen 105 und 110 Euro wird verteidigen können. Denn natürlich weiß man auch: Ein Zulieferer der Halbleiterindustrie bewegt sich immer in einem wankelmütigen Fahrwasser. Und diese Prognosen werden nur dann eintreffen oder gar überboten, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht eintrüben. Aber hier sind die Ankerpunkte für Trader gut fixierbar: Bei Schlusskursen unter 105 Euro wäre ein bedeutendes Short-Signal generiert. Sollte Siltronic indes das gestrige Tageshoch von 126,10 Euro mit Schlusskursen über 128 Euro hinreichend deutlich überwinden, hätte das Lager der Optimisten gesiegt, dann wäre der Weg nach oben vorerst wieder frei.

Chart vom 05.03.2018, Kurs 120,70 Euro, Kürzel WAF

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