Börsenblick

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thyssenkrupp: Jetzt entscheiden die Nerven!

Der DAX war schwach am Freitag, aber thyssenkrupp war noch schwächer. Mit einem Abschlag von 4,07 Prozent war die Aktie des Stahl- und Industriekonzerns der Tagesverlierer im deutschen Leitindex. Kein Wunder, immerhin hatte der US-Präsident ernst gemacht und will diese Woche Strafzölle gegen Stahl- und Aluminiumimporte verhängen. Und würde er trotz der Warnungen, dass er damit der US-Wirtschaft mehr schade als sie zu unterstützen, noch weiter gehen und auch noch ausländische Autobauer mit Strafzöllen überziehen, es wäre für Stahlkonzerne ein erneutes Problem. thyssenkrupp reagierte schnell, indem das Unternehmen erklärte, dass die Strafzölle nur geringe unmittelbare Auswirkungen haben dürften, weil das Engagement in den USA eher gering sei. Aber diese Beruhigung wurde zugleich eingeschränkt, denn mittelbare Folge solcher Maßnahmen könnte sein, so hieß es, dass außereuropäische, von diesen Strafzöllen betroffene Unternehmen versuchen könnten, ihren Stahl dafür verstärkt in Europa unterzubringen. Die Nervosität blieb daher, zumal der Stahlbereich derjenige war, der im ersten, zum Kalenderjahr verschobenen Geschäftsquartal den Gewinnbringer stellte, während der Bereich Anlagenbau nicht überzeugen konnte. Schlussfolgerung:

Expertenmeinung: Die ohnehin nicht gerade begeistert aufgenommenen, am 14. Februar veröffentlichten Ergebnisse dieses ersten Quartals im Geschäftsjahr 2017/2018 könnten sehr deutlich unter Druck geraten, wenn die Stahlsparte jetzt Probleme bekäme. Natürlich bleibt grundsätzlich die Hoffnung, dass die Auswirkungen der US-Politik tatsächlich gering ausfallen. Aber Hoffnung pflegt bei bärischen Signalen der Charttechnik schnell dahin zu schmelzen: Im Zweifel streichen Anleger dann Käufe, die sie sonst erwogen hätten. Und ein solches bärisches Signal stünde bei der thyssenkrupp-Aktie jetzt an, wenn der Kurs weiter nachgeben sollte. Sie sehen im Chart, dass thyssenkrupp die durch die gelungene Fusion der Stahlsparte mit der europäischen Stahlsparte des indischen Tata-Konzerns vollzogene Aufwärtsbewegung komplett wieder abgegeben hat. Dadurch haben wir hier das Szenario einer unmittelbar vor der Vollendung stehenden Toppbildung, die dann vollzogen wäre, wenn die schon fast unterbotene Unterstützungszone 20,75/21,25 Euro mit Schlusskursen unter 20,50 Euro eindeutig fallen würde. Das nächste Kursziel wäre dann die Wendemarke vom November 2016 bei 19,40 Euro, aber sollte sich die Gesamtsituation verschärfen, wären auch Kursziele um 16,60 Euro denkbar. Noch aber wäre die Chance da, das Ruder im letzten Moment herumzureißen. Neben dieser potenziellen Trading-Chance auf der Short-Seite sollte man daher auch das Alternativszenario einer kräftigen Gegenbewegung im Hinterkopf behalten: Würde thyssenkrupp mit Schlusskursen über 21,00 Euro den Rebreak über die 20-Tage-Linie schaffen, wäre der Weg nach oben erst einmal wieder frei.

Chart vom 02.03.2018, Kurs 20,93 Euro, Kürzel TKA

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