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Siemens vor Milliardenregen: Wird das auch den Dax stützen?

Siemens ist ein stark diversifizierter Großkonzern und in neun Sparten gegliedert. Die Betätigungsfelder umfassen die Bereiche Elektronik, Elektrotechnik, Energie, Medizintechnik, Digitalisierung, Industrie sowie Infrastruktur.
Mit seinen 377.000 Mitarbeitern ist das Unternehmen weltweit tätig und in über 200 Ländern aktiv. Die Schwerpunkte des Konzerns liegen nach eigenem Bekunden in den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung.

Bewertung auf niedrigem Niveau

Seit 2010 konnte der Umsatz von 68,9 auf 83,0 Mrd. Euro gesteigert werden, ohne die Abspaltung von Osram wäre der Umsatz allerdings um rund 4,0 Mrd. Euro höher. Das Wachstum erscheint also auf den ersten Blick niedriger als es ist.
Im selben Zeitraum stieg die operative Marge von 8,8 auf 10,0%. Der Gewinn legte von 4,44 auf 7,29 Euro je Aktie zu.

Siemens kommt derzeit auf ein KGV von 13,5. Im kommenden Geschäftsjahr könnte der Wert auf 12,3 sinken nach durchschnittlich 16,0 in den letzten fünf Jahren. Die Dividendenrendite liegt derzeit bei 3,6%.

Medizintechnik-Sparte könnte Milliarden bringen

Ein Börsengang der Medizintechnik-Sparte Healthineers könnte Siemens über 4,5 Mrd. Euro einbringen. Bis zu 15% der Anteile sollen in Streubesitz übergehen, den Rest möchte Siemens weiter halten. Die Zeichnungsfrist geht bis zum 15. März, die Erstnotiz ist für den Folgetag geplant
Healthineers wäre in diesem Fall mit rund 31 Mrd. Euro bewertet, Analysten hatten dem Unternehmen im Vorfeld auch einen Preis von 40 Mrd. Euro zugesprochen.

Siemens selbst ist an der Börse derzeit nur knapp das Doppelte wert, auf den Bereich Medizintechnik entfielen 2017 aber nur 16,4% des Konzernumsatzes und 26,8% des Gewinns.

Teile mehr Wert als der Konzern?

Interessanter ist ohnehin der Bereich Digital Factory, der auf eine ähnliche oder höhere Bewertung wie die Medizintechnik-Sparte kommen dürfte. Hier wächst das Unternehmen am schnellsten und die Margen sind am höchsten. Die Sparte kommt derzeit auf 13,8% des Konzernumsatzes und 22,7% des Gewinns.

Diese einfache Rechnung zeigt, dass die einzelnen Teile des Konzerns mehr wert sind, als die derzeitige Marktkapitalisierung widerspiegelt. Die Entwicklung von Osram könnte ebenfalls als Argument angeführt werden. Für die Aktionäre von Siemens und das Unternehmen wären weitere Börsengänge oder eine Aufspaltung wohl die beste Option.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie ist übergeordnet bullisch und die Aufwärtstrends sind weiterhin intakt. In den letzten Wochen ist die Aktie allerdings deutlich zurückgekommen, was bei der großen Gewichtung im Index auch den Dax unter Druck gebracht hat.

Siemens ist im Zuge der Korrektur an das Ausbruchsniveau bei 100 Euro zurückgekehrt. Die Wahrscheinlichkeit ist recht groß, dass der Wert zwischen 94 und 104 Euro wieder zur Oberseite dreht. Oberhalb von 110 Euro würde sich die Lage wieder deutlich aufhellen.

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