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EuroStoxx 50: Noch gibt es einen seidenen Faden …

Zum offiziellen Handelsende des Freitags um 17:30 Uhr sahen die Anleger, die nicht bereits auf der Short-Seite agierten, diesem Wochenstart mit großer Sorge entgegen. Der DAX war bereits unter das Tief des Februars gefallen, auf dem Weg, der Korrektur ein zweites „Bein“ zu verschaffen. Und der europäische Leitindex Euro Stoxx 50, eng mit dem DAX verbunden, weil ein Drittel der dort gelisteten Aktien aus dem DAX stammt, ging nahe am Wochen- und Tagestief aus dem Handel. Dem voraus ging das fast punktgenaue Abdrehen des Index am Januar-Tief und damit genau an der Linie, die man im Vorfeld auch als Korrekturziel einer Gegenbewegung hätte erwarten können.

Der Chart auf Wochenbasis zeigt, dass die 200-Tage-Linie dabei nie in Reichweite kam und das bärische Signal des Trendfolgeindikators MACD auf Wochenbasis so klar erhalten blieb. Hinzu kommt, dass die zuvor überverkaufte Situation markttechnischer Oszillatoren wie der Stochastik (im Chart auf Tagesbasis unten eingeblendet) durch die Gegenbewegung wieder in die überkaufte Zone geführt hatte und dort durch den beschleunigten Abstieg der abgelaufenen Handelswoche ein neue Verkaufssignal entstand. Und doch gibt es noch einen seidenen Faden: Der Euro Stoxx 50 hat seine bisherigen Korrekturtiefs per Freitagabend erreicht, aber nicht unterboten. Würde der Index heute dynamisch nach oben drehen, ließe sich das am Freitag noch finster wirkende Bild schnell auf den Kopf stellen.

Würde der Euro Stoxx 50 unter das bei 3.306 Punkten liegende Februar-Tief rutschen, wäre das Tief vom Februar 2017 bei 3.214 Punkten ein wahrscheinliches, die Zone 3.100/3.150 Punkte, die den Großteil des Jahres 2016 als „Deckel“ diente, ein mögliches Kursziel. Aber: Würde der Index jetzt drehen, wäre ein Doppeltief möglich. Ein seidener Faden, der indes schnell genutzt werden sollte. Gelingt das? Es gibt durchaus eine Chance, denn:

Mit dem Ergebnis des SPD-Mitgliedervotums steht jetzt einer Regierungsbildung hierzulande nichts mehr im Wege, was das angeschlagene Außenbild der Eurozone wohl etwas stabilisieren dürfte. Und statt massivem Abverkauf gab es am Freitagabend an der Wall Street eine Aufholjagd, die zumindest S&P 500 und Nasdaq 100 am Ende in die Pluszone trug. Die Frage aber ist, ob es wirklich zu Käufen auf Basis der SPD-Abstimmung kommen wird oder ob die zunehmend aggressive Haltung der USA die Anleger nicht dazu bringt, europäische Blue Chips weiterhin lieber nicht anzufassen.

Chart vom 02.03.2018, Kurs 3.324,75 Punkte, Kürzel SX5E

Laufende Short-Trades würden knapp über der am Freitag bei 3.408 Punkten laufenden 20-Tage-Linie eine Orientierung für einen Stoppkurs finden. Ein Switch auf Long wäre hingegen erst mit einem tauglichen Chane/Risiko-Verhältnis versehen, wenn das momentan noch mögliche Doppeltief tatsächlich durch Schlusskurse über 3.480 Punkte Realität wurde. Und sollten die Käufe an den US-Börsen heute erneuten Abgaben weichen oder wegen des seitens der USA auf die Eurozone ausgeübten Drucks keine Wirkung zeigen und der Euro Stoxx 50 das Februar-Tief mit Schlusskursen unter 3.390 Punkten hinreichend deutlich unterbieten, wäre dieser seidene Faden definitiv gerissen und ein Aufstocken von Short-Trades durchaus eine Überlegung wert!

Chart vom 02.03.2018, Kurs 3.324,75 Punkte, Kürzel SX5E

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