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Caterpillar: Jetzt wanken die Schwergewichte im Dow Jones

Da der Dow Jones ein Kursindex ist, dessen Stand sich nach der Summe der Aktienkurse der in ihm enthaltenen 30 Aktien bemisst und jeder US-Dollar Anstieg einer Aktie denselben Wert in Punkten hat (knapp 6,9 Punkte pro US-Dollar) waren es vor allem die teuren Aktien des Index, die wie Raketen stiegen, als der Dow Jones im Zuge seiner Rekordfahrt den höchsten Gang einlegte. Und die Aktie des Baumaschinenherstellers Caterpillar gehört zu den Top Ten im Index, was das Kursniveau angeht. Daher wurde auch diese Aktie bevorzugt gekauft, als es darum ging, den Index so hoch wie möglich zu tragen. Aber das ist zugleich die Achillesferse dieser hochpreisigen Aktien: Wenn die Bären erst einmal zum Gegenangriff übergehen, sind es eben auch für sie die Aktien mit den besonders hohen Kursen, über die sich der Dow Jones am leichtesten und effektivsten bewegen lässt. Vor allem, wenn das im Vorfeld entstandene Kursniveau zu hoch in Relation zu der Umsatz- und Gewinnperspektive wäre. Ist das bei Caterpillar der Fall? Eigentlich wäre die Aktie mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis um 16/17 auf Basis der für 2018 prognostizierten Gewinne nicht gerade teuer. Der Haken ist aber, dass diese Gewinnprognose gleich mit drei Fragezeichen versehen ist.

Denn das würde nur gelingen, wenn die US-Steuerreform mittelfristig nennenswert positiv wirkt, was die Steuerquote des Unternehmens selbst und die Investitionsbereitschaft der potenziellen Kunden angeht. Zudem muss man hoffen, dass nicht allzu viele Baumaschinen im Vorgriff auf die erhofften Mehraufträge durch das Trump’sche Infrastrukturprogramm vorgekauft wurden. Und ganz entscheidend wäre, dass der US-Dollar weiter „billig“ bleibt, denn das hat Caterpillar außerhalb der USA erhebliche Vorteile verschafft, die sofort dahin wären, würde diese Dollar-Baisse enden. Das sind genug offene Fragen um zu verhindern, dass bärische Trader Caterpillar außen vor lassen würden, wenn es darum ginge, beim Dow Jones einen erneuten Abwärtsimpuls loszutreten. Wo liegen die für Short-Trades relevanten Marken? Natürlich dient das Tief vom Februar bei 142,85 US-Dollar als kurzfristige Unterstützung, zumal dieser Punkt in einem zweiten Anlauf getestet und verteidigt wurde. Aber diese Linie liegt zu nahe an mittelfristig weitaus wichtigeren Unterstützungen, um ihren Bruch als Basis eines Short-Trades sehen zu können. Diese entscheidende Zone findet sich zwischen 132 und 134 US-Dollar. Dort verläuft eine aus dem Herbst stammende Unterstützungszone und die April 2017-Aufwärtstrendlinie. Wenn diese Zone bricht, wäre deutlich mehr charttechnischer Spielraum gegeben, der in die Region 109/112 US-Dollar reicht und so für einen Short-Trade ein lohnendes Potenzial bedeuten würde.

Chart vom 01.03.2018, Kurs 150,23 US-Dollar, Kürzel CAT

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