Börsenblick

Zurück Juni Weiter
Zurück 2018 Weiter

Brent Crude Oil: Steht ein großer Abwärtsimpuls an?

Mit dem Schlusskurs des Donnerstags ist die mittelfristige, aus dem vergangenen Juni stammende Aufwärtstrendlinie, die zuletzt im Februar verteidigt wurde, noch nicht gebrochen. Aber ein weiterer schwacher Handelstag kann bereits ausreichen, um bei Brent Crude Oil den ersten Schritt hin zu einer mittelfristig relevanten Wende nach unten auszulösen. Durch den markanten Schwenk des Ölpreises nach unten, der am Dienstag seinen Anfang nahm, hat sich ein tieferes Zwischenhoch gegenüber dem mehrjährigen Hoch des Januars ausgebildet. Würde Brent Crude das dazwischen liegende Tief, das bis 61,50 US-Dollar hinunter reicht, durchbrechen, wäre das nächste Kursziel die markante Unterstützungszone im Bereich 56,80 bis 58,60 US-Dollar. Und deren Bruch würde die Wende zementieren, dann wären sogar Kurse unter 50 US-Dollar denkbar. Das erscheint nach einem kurzzeitigen Überbieten von 70 US-Dollar, das erst fünf Wochen zurückliegt, wie ein höchst ambitionierter Gedanke. Aber nicht nur der Umstand, dass Brent Crude Oil es auch in nur sieben Monaten geschafft hat, von 43 auf 70 US-Dollar zu steigen, macht deutlich, dass solche Kursbewegungen möglich wären. Auch und gerade die Nachrichtenlage ist es, die den Bären momentan den Rücken stärkt:

Expertenmeinung: Gleich drei Aspekte würden derzeit für ein weiteres Abrutschen des Rohölpreises sprechen. Zum einen war seitens der OPEC zu hören, dass zumindest Saudi-Arabien ein Ende der Fördermengen-Begrenzung anstrebt. Auch, wenn da derzeit erst das kommende Jahr als Termin erwogen wird: Damit wird deutlich, dass die OPEC sich darüber im Klaren ist, dass man selbst die Preise stützt, den großen Vorteil aber die Nicht-OPEC-Länder wie die USA, Russland oder Norwegen haben, die ihre Förderung wegen der hohen Preise hochfahren und damit ernten, was die OPEC gesät hat. Würde die OPEC aber den Hahn wieder freigeben, könnte das die Preise schnell wieder in den Bereich der alten Tiefs drücken, denn dann würden alle auf einmal maximale Fördermengen anstreben. Dass andere die Ernte einfahren wollen, drückt aber schon jetzt unmittelbar auf den Kurs: Die US-Energiebehörde EIA meldet stetig steigende Rekord-Fördermengen in den USA, wo die US-Regierung die Ölindustrie massiv unterstützt, um schnell „Energieunabhängigkeit“ zu erreichen. Und zuletzt macht sich das mittlerweile auch in den US-Öllagerbeständen bemerkbar: Am Mittwoch wurde für die abgelaufene Woche der vierte Anstieg in den vergangenen fünf Wochen gemeldet. All das deutet auf einen Angebotsüberhang hin und würde auch eine mittelfristige Wende denkbar machen. Hier wäre ein gestaffeltes Vorgehen zu überlegen, indem eine kleine Short-Position, die sich nach nach einem Schlusskurs unter den Verlaufstiefs vom Februar (61,50 US-Dollar) installieren ließe, im Fall eines Bruchs der Supportzone 56,80 bis 58,60 US-Dollar ausgebaut und der Stop Loss dann umgehend auf 59 US-Dollar, knapp über diese Zone, nachgezogen würde.

Chart vom 01.03.2018, Kurs 63,94 US-Dollar, Kürzel COIL

Auch interessant:

Was sagt der Vorstand über den IPO von Home24? Interview mit Marc Appelhoff | LYNX fragt nach
DAX mit positiven Signalen | LYNX Marktkommentar
Stellt die EZB die Anleihekäufe ein? - Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN