Börsenblick

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Dürr: Jetzt werden die Bären wach!

Im ersten Halbjahr 2017 waren viele Investoren fest davon überzeugt, dass das Wachstum in der Automobilindustrie stark genug sein würde, um den Zulieferern solide Gewinnsteigerungen einzubringen. Für 2017, aber auch darüber hinaus. Und obwohl die Automobilaktien selbst schon Anfang 2017 ins Wanken gerieten, obwohl der Euro immer teurer wurde und dadurch der Absatz außerhalb der Eurozone unter Druck geraten musste, erreichte die Aktie des Zulieferers Dürr noch Anfang November ein Rekordhoch. Und wenngleich danach eine Korrektur einsetzte: Die Aktie notierte bis Dienstag in einer Position, aus der heraus jederzeit der Sprung über entscheidende Widerstände möglich gewesen wäre. Dürr hatte unmittelbar an der zuvor gebrochenen, aus dem Herbst 2016 stammenden mittelfristigen Aufwärtstrendlinie sowie der 20-Tage- und der 200-Tage-Linie geschlossen und lag dadurch in Schlagdistanz zu der die Korrektur führenden November-Abwärtstrendlinie bei 11,60 Euro. Der Ausbruch nach oben, der Anlauf an, vielleicht sogar über die bisherige Bestmarke von 120,55 Euro, all das wäre gestern möglich gewesen … wenn die am Morgen veröffentlichten Perspektiven für 2018 anders ausgefallen wären.

Expertenmeinung: Dürr hatte am Morgen die Bilanz des Jahres 2017 präsentiert. Ein geringer Anstieg beim Umsatz, der hinter den Analystenerwartungen zurückblieb, ein Gewinn, der je nach Berechnungsweise leicht unter bzw. leicht über dem Jahr 2016 lag, all das signalisierte: Hier bewegte sich im vergangenen Jahr äußerst wenig. Aber die Aktie hatte im Jahr 2017 40 Prozent zugelegt, ist also deutlich teurer geworden. Das wäre dann nicht kritisch, wenn das Unternehmen starke Perspektiven für 2018 präsentiert hätte. Aber dem war nicht so: Die Erwartung eins Umsatzes zwischen 3,7 und 3,9 Milliarden Euro lag im Rahmen des Erwarteten und damit in einer Spanne von null bis zu gut fünf Prozent Zuwachs gegenüber 2017. Und das in einem Umfeld, in dem ein deutlich teurer Euro den Export erschwert und auf die Gewinnmargen drücken dürfte. Das war nicht, was diejenigen hören wollten, die auf den so greifbar wirkenden Ausbruch der Aktie nach oben gelauert hatten. Dürr gab deutlich nach – und damit verwandelte sich das Chartbild schlagartig in ein potenziell bärisches Szenario. Jetzt ist der Kurs an der zuvor durchbrochenen mittelfristigen Aufwärtstrendlinie ebenso wie an der 200-Tage-Linie nach unten abgewiesen worden. Der Abwärtstrend wurde so bestätigt und die Zwischentiefs vom August im Bereich 94/95 Euro kommen in unmittelbare Reichweite. Deren Unterschreiten wird jetzt wahrscheinlicher. Und käme es dazu, würde das eine breit angelegte Toppbildung vollenden und den Weg nach unten, zunächst in den Bereich der Unterstützungszone 82,50/84,50 Euro, freigeben.

Chart vom 28.02.2018, Kurs 100,95 Euro, Kürzel DUE

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