Börsenblick

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Diese Aktien legen gegen den Trend zu: ProSieben, Deutsche Börse, Fresenius

Das Börsenjahr hat etwas mehr Bewegung gebracht, als man vom Vorjahr gewohnt war. Nach den ersten beiden Monaten lohnt ein Blick auf die stärksten und schwächsten Aktien.
Der Dax hat in den letzten drei Monaten um knapp 5% nachgegeben und hinkt den großen US-Indizes deutlich hinterher.

Es gibt jedoch Aktien, die sich gegen den Trend behaupten konnten. Dreht der Gesamtmarkt, gehören diese Werte meist auch in der Erholung zu den Outperformern und zeigen weiterhin relativ Stärke.

  1. Fresenius SE: In drei Monaten +10,7%

Fresenius ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für Dialyse, Krankenhäuser und die ambulante Versorgung von Patienten. Das Unternehmen ist mit über 270.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern tätig und eines der führenden Unternehmen im Gesundheitsbereich weltweit.

Fresenius konnte in den zurückliegenden drei Monaten um 10,7% zulegen und gehört derzeit zu den stärksten Aktien im Dax.

Die langfristige Entwicklung ist ebenfalls beeindruckend. Der Umsatz konnte in den zurückliegenden zehn Jahren von 11,35 auf 29,08 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Ergebnis je Aktie kletterte von 0,87 auf 2,90 Euro. Die Dividende wurde jedes Jahr erhöht und stieg von 0,19 auf 0,62 je Aktie.  Fresenius ist der einzige Dividendenaristokrat, den der Dax zu bieten hat.
Das KGV liegt derzeit bei 20,9 und könnte im laufenden Geschäftsjahr auf 18,5 fallen. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 23,0.
Die Aktie ist für mich ein Kandidat für langfristige Investments und auch als Trade interessant.

Charttechnischer Ausblick

Fresenius ist übergeordnet klar bullisch und einer der Outperformer im Dax.
Im vergangenen Jahr kam es dennoch zu einer größeren Korrektur. Die Aktie setzte auf die Unterstützung bei €60 zurück und wurde hier aufgefangen.
Derzeit arbeitet der Wert an einer Bodenbildung, welche scheinbar gelingt. Kann Fresenius über €67,50 ausbrechen, kommt es zu einem Kaufsignal mit Kurszielen bei €70 und €72,50. Darüber würde sich das Chartbild deutlich aufhellen.

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  1. Deutsche Börse: In drei Monaten +14,9%

Die Deutsche Börse ist einer der weltweit größten Börsenbetreiber. Ihr Angebot ist nach eigenem Bekunden jedoch breiter als das anderer Börsen und reicht von der überwachten Ausführung der Handelsaufträge über die Verrechnung, Abwicklung und Verwahrung der Wertpapiere im Nachhandel bis hin zu der dafür nötigen elektronischen Infrastruktur und der Bereitstellung von Marktinformationen.

Die fundamentale Entwicklung kann man eher als schleppend bezeichnen. Deutschland hat kaum eine öffentliche Aktienkultur und dementsprechend ist der Umsatz in den zurückliegenden zehn Jahren lediglich von 2,50 auf 2,64 Mrd. Euro gestiegen. Der Gewinn kletterte von 4,70 auf 6,81 Euro je Aktie.
Das KGV liegt aktuell bei 24,7 und könnte im Jahresverlauf auf 22,6 fallen. Die Bewertung ist angesichts des niedrigen Wachstums doch recht sportlich. In den zurückliegenden fünf Jahren lag das KGV durchschnittlich bei 18,9.
Die Aktie erfüllt meine Voraussetzungen für ein Investment derzeit nicht.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie befindet sich in einem stabilen Aufwärtstrend, der das gesamte Vorjahr beherrschte. Der Wert notiert aktuell am oberen Ende des Trendkanals und nahe des langfristigen Widerstands bei €112.
Prallt der Wert hier ab, droht ein Rücksetzer in Richtung €100 oder gar €95. Diese Korrektur wäre nach dem impulsiven Anstieg nur gesund und würde den bestehenden Aufwärtstrend noch nicht in Frage stellen. Unter €95 trübt sich das Chartbild jedoch nachhaltig ein.

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  1. ProSieben: In drei Monaten +21,8%

Die ProSiebenSat.1 Group zählt zu den größten unabhängigen Medienunternehmen in Europa.  Zum Portfolio gehören die Senderfamilien um SAT.1, ProSieben, kabel eins sowie sixx. Das Kerngeschäft liegt im Bereich werbefinanziertes Free-TV,

In den zurückliegenden zehn Jahren wurde der Umsatz von 2,7 auf 4,0 Mrd. Euro gesteigert. Der Gewinn stieg überproportional von 0,40 auf 1,82 Euro je Aktie, wobei das Unternehmen einen Großteil als Dividende ausschüttet.
In diesem Jahr soll eine Dividende von 1,93 Euro je Aktie gezahlt werden, die Dividendenrendite liegt zum aktuellen Kurs bei 6,1%.

Im vergangenen Jahr hat sich der Aktienkurs halbiert, dadurch ist natürlich auch das KGV deutlich gefallen. Derzeit kommt ProSiebenSat.1 auf einen Wert von 15,5 der im Jahresverlauf auf 13,0 sinken sollte. In den zurückliegenden fünf Jahren lag das KGV durchschnittlich bei 20,6.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie bewegt sich in einem übergeordneten Abwärtstrend, die Erholung der letzten Wochen ist leider noch nicht bullisch zu werten.
Kurzfristig scheint der Wert korrekturgefährdet. ProSiebenSat.1 ist am Widerstand bei €32,50 gescheitert und sollte weiter in Richtung €30,30 nachgeben. Wird dieser Support aufgegeben, besteht die nächste Chance für die Bullen zwischen €28 und €28,60.
Das Unternehmen ist auf diesem Niveau für langfristig ausgerichtete Investoren durchaus interessant.

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