Börsenblick

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Schaeffler: Kommt es jetzt ganz dick?

Es kommt immer wieder vor, dass Marktteilnehmer zwar einen „Warnschuss“ erhalten, indem ein Unternehmen seine eigenen Prognosen kappt, die negative Reaktion in der Aktie aber relativ bald wieder aufgekauft wird, weil viele davon ausgehen, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde. Aber bekommt man dann doch wider Erwarten bei den nächsten Bilanzdaten trocken Brot serviert, wird es nach einer zweiten negativen Reaktion schon deutlich schwieriger, genug Käufer zusammen zu bekommen, um einen Abwärtsimpuls in eine Bodenbildung und diese dann in einen neuen Aufwärtstrend zu verwandeln. So geschehen bei der Aktie des Automobilzulieferers Schaeffler. Da gab es im Sommer einen Kurseinbruch, weil Schaeffler die avisierte Gewinnmarge senken musste. Aber nach einer gelungenen Bodenbildung und dem Schließen der im Juni entstandenen Kurslücke wurde man gegen Jahresende wieder mutig. Nur lag das mehr an der wiedergewonnenen Schwungkraft der Aktie und weniger an positiven Geschäftszahlen. Und so fiel man, nachdem die Anleger die Aktie Ende Januar fast bis an ihr Ende 2015 bei 17,46 Euro markiertes Rekordhoch getragen hatten, am 1. Februar schon wieder aus allen Wolken:

Die vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal wiesen einen mit 3,5 Milliarden Euro nur wenig über dem Vorjahresquartal liegenden Umsatz aus. Und was noch schwerer wog: Schaeffler lieferte eine Perspektive für 2018, bei der eine Gewinnmarge avisiert wurde, die mit 10,5 bis 11,5 Prozent noch einmal leicht unter der für 2017 gesenkten Marge lag. Was angesichts eines allgemein nur im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwarteten Umsatzanstiegs heißen würde: Nennenswerte Steigerungen beim Gewinn pro Aktie sollte man eher nicht erwarten. Die Konsequenz:Chart vom 26.02.2018, Kurs 13,21 Euro, Kürzel SHA

Die Aktie fiel schon wieder wie ein Stein und viele Analysten beeilten sich, ihre mit der vorherigen Rallye der Aktie angehobenen Kursziele wieder nach unten zu nehmen. Seit Mitte Februar versucht man sich hier erneut an einer Bodenbildung. Aber Sie sehen im Chart auf Tagesbasis, dass die Aktie jetzt ausgerechnet an der bei 13,67 Euro verlaufende 200-Tage-Linie wieder nach unten drehte, die derzeit durch die von oben kommende 20-Tage-Linie zu einem Kreuzwiderstand geworden ist. Das deutet an, dass hier mittlerweile auch die Bären aktiv sind. Sollte dieser Widerstand nicht noch im Verlauf dieser Woche überboten werden, ist die Chance, dass die Aktie an die bisherigen Rekordtiefs ihres erst im Herbst 2015 begonnenen Börsenlebens bei 11,27 Euro rutscht – was im Sommer noch knapp verhindert werden konnte – groß. Und sollte sich die Perspektive hinsichtlich Umsatz- und Gewinnentwicklung nicht aufhellen, wäre keineswegs auszuschließen, dass der Kurs diese letzte Unterstützung dann auch durchbricht.

Chart vom 26.02.2018, Kurs 13,21 Euro, Kürzel SHA

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