Börsenblick

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Gold: Anlauf für den Ausbruch – oder doch eine Toppbildung?

Nicht nur am US-Anleihemarkt sieht man den kommenden Tagen mit Spannung entgegen. In dieser Woche wird der neue US-Notenbankchef Jay Powell vor dem Repräsentantenhaus und dem US-Senat Stellung beziehen. Wird sich der Kurs der „Fed“ ändern? Muss mit einem restriktiveren Kurs in Bezug auf die Leitzinsen gerechnet werden? Oder wird sich Powell den unterschwelligen Wünschen von Donald Trump, der ihn nominiert hatte, anpassen und die Zinsen eher zurückhaltend anheben, um dem Wachstum vor einer möglicherweise über das Ziel von um die zwei Prozent hinaus laufenden Inflation den Vorrang zu gewähren? Sollten die zuletzt deutlich gestiegenen Renditen am US-Anleihemarkt auf Powells Einlassungen hin nennenswert nach unten drehen, kann der Aktienmarkt noch einmal durchstarten und den Goldpreis wieder in die Mauerblümchen-Ecke drängen. Aber sollte es bis zum Wochenende wieder Druck bei den Aktien geben und die US-Bond-Renditen zulegen, wären die Gold-Bullen in einer günstigen Position, für vollendete, charttechnische Tatsachen zu sorgen:

Expertenmeinung: Allzu weit wäre der Weg zu den entscheidenden charttechnischen Hürden nicht. Das Hoch des Jahres 2017, im Oktober bei 1.357 US-Dollar markiert, wurde seit Jahresanfang bereits zweimal angegangen. Bislang noch erfolglos, aber dass der Goldpreis in beiden Fällen kurz über diese Widerstandslinie lief, im Januar kurzzeitig bis 1.366 US-Dollar, macht deutlich: Die Oberseite der derzeitigen Handelsspanne ist „weich“ und wäre zu durchdringen, wenn es dafür taugliche Argumente gäbe. Dem vorzugreifen wäre indes riskant, denn ob der neue US-Notenbankchef diese Argumente liefern wird, ist vorab nicht einzuschätzen. Käme es anders, hätten diejenigen, die einem Ausbruch spekulativ vorgreifen würden, auf Sand gebaut. Denn auch auf der Unterseite wäre es bis zu einer Trading-Chance Short nicht weit. Aktuell gelingt es, eine kurzfristige, im Dezember etablierte Aufwärtstrendlinie zu halten, aber lösen kann sich Gold bisher nicht von ihr. Bräche sie, wäre die markante, aus zahlreichen Wendepunkten definierte Unterstützungszone 1.296/1.306 US-Dollar schnell erreicht. Und sollte diese Auffangzone sowie die derzeit bei 1.286 US-Dollar verlaufende 200-Tage-Linie fallen, wäre ein Doppeltopp mehr als deutlich vollendet und der Weg aus charttechnischer Sicht bis hinunter an das bei 1.236 US-Dollar liegende Dezember-Tief frei. Fazit: Die Ausbruchsrichtung ist noch offen, die charttechnisch relevanten Marken für eine Trading-Chance in Ausbruchrichtung mit 1.366 US-Dollar auf der Ober- und 1.286 US-Dollar auf der Unterseite aber klar fixiert.

Chart vom 26.02.2018, Kurs 1.331,65 US-Dollar, Kürzel XAUUSD

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