Börsenblick

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Tesla: Warum steigt die Aktie eigentlich?

Wenn man eine Aktie hält, sucht man sofort stirnrunzelnd nach den Ursachen, wenn der Kurs fällt. Aber steigt die Aktie, nimmt man das gerne einfach hin – es passt ja alles. Aber eigentlich ist das unklug. Denn gerade an der Wall Street haben wir in den letzten Monaten genug Beispiele für Aktien gesehen, die einfach aus ihrem eigenen Schwung heraus steigen. Ohne Unterbau, d.h. den Anstieg unterfütternde Argumente. Und dann kann so ein Papier eben auch mal wie ein defekter Fahrstuhl wieder nach unten rauschen. Da die US-Technologieaktien seit zwei Wochen – zumindest viele – nach dem vorherigen Kursrutsch noch schneller steigen als zuvor, sollte aber genau das eine hochgezogene Augenbraue wert sein. Bei Tesla auch und gerade, denn: Die Reaktion auf die am Abend des 7. Februar präsentierte Quartalsbilanz war ein kräftiges Minus am Folgetag. Und jetzt, ohne neue Nachrichten, steht die Aktie auf einmal sogar über dem Niveau, auf dem sie vor den Quartalszahlen notierte. Das sollte ein „Warum?“ wert sein. Werden die Analysten wieder optimistischer, treibt das die Aktie?

Expertenmeinung: Eher nicht. Da bleibt alles beim Alten: Die einen sehen schwarz, die anderen malen in rosa, genauso wie es auch bei den Anlegern der Fall ist. Das zeigt sich in der Reaktion von zwei Analysten auf das Zahlenwerk. Am Folgetag, den 8.2., hob die Berenberg Bank ihr Kursziel für Tesla von 455 auf 470 Dollar an und bewertete mit „Kaufen“. Zugleich senkte Goldman Sachs das Kursziel von 215 auf 205 US-Dollar und bewertete mit „Verkaufen“. Für dieselbe Aktie, auf Basis derselben Quartalszahlen. Und in den letzten Tagen tat sich da hinsichtlich neuer Einschätzungen wenig, die Analysten können den Anstieg eher nicht initiiert haben. Was sonst? Die Charttechnik. Es gelang, das Ruder im Bereich der Unterstützungszone 287/304 US-Dollar herumzureißen. Das führte zu einer Trading-Rallye, die aber in der Vorwoche erst einmal am Kreuzwiderstand aus den bei 335/338 US-Dollar wartenden 20-Tage- und 200-Tage-Linien gestoppt wurde. Dass es am Donnerstag gelang, diese beiden gleitenden Durchschnitte zu überwinden, sorgte für unmittelbare, aber rein charttechnisch motivierte Käufe. Was hieße: Tesla könnte damit sogar über die Januar-Hochs um 360 US-Dollar laufen. Aber es fehlt eben an einem soliden Fundament auf der Nachrichtenseite, daher wäre es angeraten, Long-Trades eng abzusichern, wofür sich ein Level um 330 US-Dollar, knapp unter den beiden gleitenden Durchschnitten als letzte überbotene Charthürde, anbieten würde.

Chart vom 23.02.2018, Kurs 352,05 US-Dollar, Kürzel TSLA

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