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Nasdaq 100: Freitag war ein „Game-Changer“

In Relation zur Gesamt-Rallye der letzten beiden Handelswochen war das Plus des Freitags von zwei Prozent nicht riesig. Aber es war ein sogenannter „Game-Changer“, denn es bedeutete, dass das bullische Lager aus einer unklaren Situation klar als Sieger hervorgegangen ist. Der massive Kursrutsch von in der Spitze 12,2 Prozent, den der Nasdaq 100 vor allem im Zuge der ersten Februar-Hälfte sah, ist damit fast komplett aufgeholt. Bis zum bisherigen Verlaufsrekord von 7.023 Punkten fehlen dem Index mit dem Anstieg des Freitags weniger als zwei Prozent. Und jetzt wäre es nicht überraschend, wenn das bullische Lager diese fehlende Distanz ebenfalls aufholt und der Index sogar neue Rekordhochs markiert. Denn mit diesem erneuten Aufwärtsimpuls wurde die Zone knapp über der 20-Tage-Linie nach oben verlassen, in der, beginnend zum Abrechnungstermin der Terminbörse am 16. Februar, immer wieder zeitweilige Kursgewinne abverkauft wurden, so dass das Risiko bestand, dass dieser gleitende Durchschnitt wieder unterboten und dadurch ein zweites Bein der Korrektur nach unten entstehen würde. Dieser potenzielle „Deckel“ wurde jetzt nach oben gesprengt. Man fragt sich, wie ein derartiger, gleich zweifacher Sinneswandel möglich ist und ob das gut gehen kann, aber:

Es ist zwar richtig, dass diejenigen, die zuvor „oben“ verkauft hatten, ihre Positionen beim Erreichen des vorherigen Ausstiegslevels erneut reduzieren könnten – was sich auch im mehrtägigen Abverkauf von Kursgewinnen knapp über der 20-Tage-Linie manifestierte. Aber dadurch, dass es gelungen ist, den Bereich dieser Verkäufe nach oben zu verlassen, besteht eine gute Chance, dass diese Abgaben erst einmal eingestellt werden. Denn so muss man gerade bei den großen Fonds fürchten, zu gering investiert zu sein, wenn der Index die bisherigen Hochs überbietet. Dass das aus Sicht der Bewertung und der Umsatz- und Gewinnperspektive auf dünnen Beinen stünde, mag zwar stimmen, aber durch das immense Tempo der Rallye zählt vor allem, dabei zu sein. Der Überraschungseffekt der Gegenbewegung hatte schon entscheidend seine Größenordnung bestimmt, jetzt manifestiert sich mit diesem „Sprengen des Deckels“ die nächste Überraschung, auf die die Akteure schnell reagieren müssen, zumal aus rein charttechnischer Sicht eine realistische Chance besteht, dass der Nasdaq 100 das bisherige Hoch von 7.023 Punkten tatsächlich, getragen von der Dynamik der Bewegung, nicht nur erreicht, sondern überbietet. Ganz ohne „Fallschirm“ sollte man aber nicht unterwegs sein, denn Überraschungen hat die Wall Street in den letzten Wochen ja genug parat gehabt: Ein Stop Loss Long um 6.650 Punkte, knapp unterhalb der 20-Tage-Linie und der zurückeroberten September-Aufwärtstrendlinie, wäre als Absicherung unbedingt angeraten.

Chart vom 23.02.2018, Kurs 6896,60 Punkte, Kürzel NDX

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