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Dow Jones: Die Bullen geraten in die Defensive!

Der Kursrutsch in der ersten Februar-Hälfte war gewaltig. Aber die Aufholjagd, die mit dem Turnaround des 9. Februar einsetzte, war es nicht minder. Obwohl sich die Rahmenbedingungen eher verschärft hatten, weil das Niveau der Renditen am US-Anleihemarkt weiter stieg, haussierte das US-Index-Flaggschiff Dow Jones. Und bis zum vergangenen Freitag sah es so aus, als würde der Index das gerade erst am 26. Januar markierte Allzeithoch von 26.611 Punkten in wenigen Tagen erreichen – und überwinden. Doch nicht wenige Marktteilnehmer waren eher besorgt als begeistert, denn sie erkannten: Es war sehr auffällig, dass der Dow Jones so unmittelbar vor dem Abrechnungstermin der in den USA eine wichtige Rolle spielenden Optionen am 16. Februar derart massiv zulegte und es schien, als seien z.B. die steigenden Anleihemarkt-Zinsen, vorher ein Verkaufsargument, jetzt auf einmal völlig belanglos. Das Risiko bestand, dass dieser immense Aufwärtsdrang nur dazu dienen könnte, immense Schieflagen, die große Adressen am Terminmarkt noch teurer zu stehen kommen würden, als den Index mit aller Macht nach oben zu kaufen, auszubügeln. Wäre diese Sorge berechtigt, würde der Aufwärtsdrang mit diesem Verfalltermin der Optionen enden. Und genau so ist es gekommen.

Sie sehen im Chart, dass der Dow Jones genau an diesem Options-Verfalltermin vor einer Woche sein vorläufiges Rallye-Hoch erreichte, die an diesem Tag erreichten Gewinne dann aber zum Handelsende fast wieder komplett abgab. Und das passierte nicht im charttechnischen Niemandsland. Der Index war genau an die 20-Tage-Linie herangelaufen und dort abgewiesen worden. Und nach der Feiertagspause des Montags ging es noch problematischer weiter. Am Dienstag gab der Index weiter nach, am Mittwoch kam es sogar zu einem Intraday-Turnaround ins Minus, nachdem der Dow am Tageshoch erneut vergebens versuchte, an der 20-Tage-Linie vorbeizukommen. Die Bullen haben damit dringenden Handlungsbedarf. Am Donnerstag versuchte man daher, dagegenzuhalten und erreichte immerhin einen Schlusskurs bei +165 Punkten, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 zeitweilige Gewinne zum Handelsende schon wieder fast völlig abgeben mussten. Aber Sie sehen im Chart: Dieser Schlusskurs lag dennoch knapp 200 Punkte unter dem Tageshoch. Das bullische Lager wird immer mehr in die Defensive gedrängt. Erst, wenn das Hoch vom Freitag der Vorwoche bei 25.430 Punkten auf Schlusskursbasis überboten ist und damit zugleich die als auffälliger Widerstand fungierende 20-Tage-Linie überboten ist, wäre die Kuh für die Bullen erst einmal vom Eis. Sollte der Dow Jones indes heute oder am Montag erneut unter Druck geraten und das bisherige Wochentief, am Mittwoch bei 24.794 Punkten erreicht, auf Schlusskursbasis unterbieten, wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Dow Jones noch einmal an das bisherige Korrektur-Tief bei 23.360 Punkten zurückfällt. Und es wäre zumindest nicht auszuschließen, dass dieses tief dann brechen würde.

Chart vom 22.02.2018, Kurs 24.962,48 Punkte, Kürzel INDU

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