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Daimler: Dieser Chart weckt bei den Bären Vorfreude

Angeblich hat „Bild am Sonntag“ Kenntnis von vertraulichen Unterlagen aus US-Ermittlungsakten erlangt, die besagen, dass Daimler in seinen Dieseln eine spezielle Software zur Schadstoffregulierung eingebaut habe. Daraus ergibt sich zwar grundsätzlich noch nicht die Schlussfolgerung, dass auch auf Daimler geldwerter Ärger in den USA zukommen muss. Aber dass sich das Unternehmen dazu nicht äußern wollte und auf „laufende Ermittlungen“ verwies, statt klar zu dementieren, machte die Marktteilnehmer nervös. Und die Umsatz- und Gewinnperspektive für 2018, die am 1. Februar auf den Tisch kam, war nicht dazu geeignet, diese im Raum schwebende Gefahr zu übertünchen, denn die hatte bei ihrer Veröffentlichung für ein vergleichbares Minus gesorgt, wie wir es jetzt als Reaktion auf diese Zeitungsmeldung sehen. Ein Umsatz leicht über dem des Jahres 2017 und ein Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) auf dem 2017er-Niveau … das motiviert nicht gerade dazu, in das momentan wieder fallende Messer zu greifen. Dass Daimler wieder an das am 6. Februar markierte Korrekturtief zurücksetzt, wäre daher nicht überraschend. Und es wäre wahrscheinlicher als im ersten Anlauf, dass es brechen würde. Und dann würde Daimler aus charttechnischer Sicht ein Festmahl für die Bären, denn:

Expertenmeinung: Das am 6. Februar markierte Tief entstand nicht im charttechnischen Niemandsland, sondern lag in einem Bereich, in dem Daimler bereits im Herbst mehrfach nach oben gedreht hatte: im Bereich 67,60/68,30 Euro. Je öfter eine solche Unterstützung angegangen wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Verteidiger aufgeben. Vor allem angesichts dieser Kombination aus wenig inspirierenden Umsatz- und Gewinnperspektiven und denkbarem Unheil aus den USA. Und dass die Aktie Ende vergangener Woche ein unterhalb des November-Hochs liegendes Zwischenhoch ausgebildet hat, macht diese Konstellation für die Bären noch verheißungsvoller. Denn damit zeichnet sich hier eine Trendwendeformation in Form einer Schulter-Kopf-Schulter ab. Und deren Nackenlinie wäre nicht nur genau diese Zone, an der Daimler mehrfach nach oben gedreht hat, diesmal würde sie auch noch durch die 200 Tage-Linie verstärkt, was ihrem Bruch noch höhere Relevanz verleihen würde. Das rechnerische Kursziel einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation wäre die Distanz von der Nackenlinie zum höchsten Punkt des „Kopfes“, d.h. dem mittleren Zwischenhoch. Die beträgt 8,70 Euro. Trägt man die nach unten unter die Nackenlinie ab, würde man bei knapp 59 Euro herauskommen – und damit genau auf Höhe des Tiefs von Ende Juli, mit dem der Aufwärtstrend der Aktie in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 begonnen hatte. Eine bemerkenswerte Konstellation, die die Bären zweifellos gerne provozieren würden, die aber andererseits im Bereich 67,60/68,30 Euro zunächst auf entschlossene Gegenwehr der Bullen stoßen dürfte, die natürlich sehen können, was ihnen ansonsten blühen würde.

Chart vom 21.02.2018, Kurs 70,34 Euro, Kürzel DAI

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