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TecDAX: Der Befreiungsschlag kann gelingen – aber wehe, wenn nicht!

Für den TecDAX heißt es jetzt „Sekt oder Selters“. Im ersten Moment könnte man denken, der Index habe sich bereits aus dem Abwärtssog befreit. Aber noch fehlt dazu ein Stück. Und sollte es nicht gelingen, die jetzt unmittelbar anstehenden Charthürden zu bezwingen, könnte es auf der Unterseite umso dicker kommen. Denn die Quartalsergebnisse nebst 2018er-Perpsektiven nicht weniger TecDAX-Unternehmen waren nicht unbedingt beeindruckend, da hatte man mehr erwartet. Wenn, müsste man im Kielwasser der US-Technologietitel über die wartenden, kurzfristig entscheidenden Widerstandslinien laufen. Aber dazu müsste es auch in den USA erst einmal weiter nach oben gehen. Was möglich wäre, aber keineswegs sicher ist.

Man sah, wie der „große Bruder“, der technologielastige Nasdaq 100 in den USA, in der vergangenen Woche plötzlich nach oben davonzog, als hätte es den „Aktienregen“ der Wochen zuvor nicht gegeben. Und natürlich ließen sich einige Marktteilnehmer davon anstecken. Nichts ist erfreulicher als das Gefühl, dass die Angst, die man zuvor empfand, vom Tisch ist. Aber so etwas kann trügerisch sein. Denn was die Gesamtsituation angeht, ist die weiterhin dieselbe als zu dem Zeitpunkt, als Nasdaq und TecDAX massiv unter Druck standen. Und ob nun an der Nasdaq oder hierzulande beim TecDAX, es war auffällig, dass die beiden Indizes unmittelbar an mittelfristig entscheidenden Unterstützungen nach oben drehten. Das deutet an, dass mit aller Macht versucht wurde, diese Linien zu halten, um den Abverkauf nicht außer Kontrolle geraten zu lassen. Aber wird das diejenigen, die bereits im Vorfeld zu den Verkäufern gehörten, hindern, jetzt, auf wieder deutlich höherem Niveau, erneut Positionen abzubauen? Und sollte dabei dann das letzte Tief erreicht werden, würden die Käufer erneut die Hand aufhalten?

Es wäre zu bezweifeln, denn wenn diese Tiefs erneut und zudem so bald getestet werden, ist das psychologisch extrem negativ. Immerhin waren die Käufe darauf ausgerichtet, diese Ankerpunkte klar und vor allem nachhaltig unter sich zu lassen. Zudem weiß man: Korrekturen bestehen oft aus zwei Impulsen. Und sollten diese Chartmarken fallen, würde der zweite Impuls womöglich größer ausfallen als der erste. Denn die Charts auf Wochen- und auf Tagesbasis zeigen: Der TecDAX hat an einem äußerst sensiblen Punkt gedreht:

Chart vom 19.02.2018, Kurs 2.563,38 Punkte, Kürzel TDX

Ende vorvergangener Woche hatte der Index genau auf Höhe der oberen Begrenzung des 2014er-Aufwärtstrendkanals und knapp über der 200-Tage-Linie gedreht. Wäre diese Zone gefallen, hätte der Ausverkauf in der Tat ganz andere Dimensionen annehmen können. Aber um effektiv aus der Gefahrenzone zu gelangen, müsste der TecDAX jetzt weiter zulegen, über den Kreuzwiderstand in Form der oberen Begrenzung des den Herbst bestimmenden Seitwärtstrends bei 2.600 und die zuvor gebrochene August-Aufwärtstrendlinie bei 2.625 Punkten hinaus. Gelingt das, wäre die Kuh wirklich erst einmal vom Eis. Zum Wochenstart aber prallte der TecDAX erst einmal an der Linie bei 2.600 Punkten ab und schloss im Minus, was zugleich dazu führte, dass er fürs Erste an der am Morgen noch überbotenen 20-Tage-Linie abgewiesen wurde. Noch ist also ein zweiter, größerer Abwärtsimpuls nicht vom Tisch. Und der „Trigger“ hierfür wäre ein Schlusskurs unter 2.400 Punkten, der zugleich den Bruch des Herbst-Seitwärtstrends und der 200-Tage-Linie bedeuten würde.

Chart vom 19.02.2018, Kurs 2.563,38 Punkte, Kürzel TDX

 

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