Börsenblick

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Netflix: Auf das Unerwartete einstellen!

Unverhofft kommt oft – und an der Börse sowieso. Und das hieße, man wäre als Trader gut beraten, ich nicht allzu willenlos der mit jedem Tag der Rallye mehr in Richtung Gewissheit laufenden Hoffnungswelle anzuschließen, die den brutalen Rücksetzer der US-Aktien Anfang Februar nur als Ausrutscher ansieht, der auf finsterer Manipulation beruht. Natürlich nimmt man solche „Erklärungen“ gerne an, wenn man sich nicht eingestehen will, in einem ungewöhnlich teuer bewerteten Aktienmarkt mit randvollem Depot auf einem dünnen Seil zu balancieren. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass zu viele genau das tun. Und ein Schreck aus angeblich heiterem Himmel, wie Anfang Februar passiert, ist problematisch. Ein erneuter Schock in einem Moment, in dem die Anleger sich sicher wähnen, die Gefahr überstanden zu haben, wirkt hingegen fatal. Dass viele jetzt nahezu sicher sind, dass Netflix das bisherige Rekordhoch von 286,81 US-Dollar aus dem Januar überwinden wird, an und über 300 US-Dollar laufen muss und wird, ist in einem solchen Umfeld normal. Die Rallye der vergangenen Woche erweckt den Eindruck, als wäre die US-Börse tatsächlich unverwundbar und in fallende Kurse hinein blind zu kaufen die beste Idee, die man haben könnte. Wobei auffällt, dass es vor allem die am Optionsmarkt sehr stark gehandelten Publikumslieblinge wie Apple, amazon.com oder Netflix waren, die ihren Kurseinbruch bis zum Freitag aufgeholt hatten. Dem Freitag, an dem diese viel gehandelten Optionen ausgelaufen sind und abgerechnet wurden.

Expertenmeinung: Und kaum war ein Level im Bereich der zuvor markierten Hochs wieder erreicht, war der Aufwärtsdrang der Aktie vorbei und wich am Freitag einem Doji. Es kann klappen, Netflix über das bisherige Hoch und die runde Marke von 300 US-Dollar zu heben. Aber es wäre klug, sich nicht allzu sehr darauf zu verlassen. Denn dazu müssten die Käufe unmittelbar weitergehen, obwohl die Aktie am vorvergangenen Freitag kurzzeitig 20 Prozent unter dem Rekordhoch des Januars zu haben war. Entscheidend hinsichtlich der Frage, ob Netflix erneut abdreht oder diesmal nach oben durchmarschiert ist, ob dieser Kursrutsch den Sinn der Investoren für das Risiko geschärft hat. Denn auch, wenn die Zahl der zahlenden Abonnenten bei Netflix schneller steigt als alle dachten: Wenn das Geld, das da hereinkommt, immer intensiver in den Ausbau des Film- und Serienangebots fließt, bedingt das auch steigende Risiken. Das Mediengeschäft ist volatil, aber die Anleger behandelten die Aktie bis zum Kurseinbruch, als würde Netflix Brot verkaufen. Was potenzielle Short-Trades angeht, wäre ein Niveau um 245 US-Dollar interessant. Würde Netflix unter diesem Level schließen, würde die Aktie damit zum zweiten Mal in die Zone der breiten Kurslücke, die im Januar als Reaktion auf die Quartalsbilanz entstand, rutschen, dann aber erstmals darin schließen. Das kann der Trigger sein, um einen Test der Supportzone zwischen 196 (mittelfristiger Aufwärtstrend) und 204 US-Dollar (Oktober-Hoch) auszulösen.

Chart vom 16.02.2018, Kurs 278,52 US-Dollar, Kürzel NFLX

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